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Seit Sommer 2018 sind Teile des Nimstal-Radwegs gesperrt.

Infrastruktur : Bewegung im Hang und in der Sache

Seit Sommer 2018 sind Teile des Nimstal-Radwegs aufgrund von Hangrutschen gesperrt. Nun wurde ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben.

(uhe) Ein kleiner Erdwall, der quer über den Radweg verläuft, markiert die Sperrung. Auf diesem Wall zu sehen sind Spuren von Fahrrädern, die deutlich machen, dass dieses Hindernis für einige Radler eher nur einen symbolischen Charakter hat. Aufgeschüttet und ignoriert wurde dieser Haufen Boden auf dem Nimstal-Radweg zwischen Bickendorf und Seffern –  genau in dem Bereich, wo die Trasse unter der Brücke der Autobahn A60 verläuft. Im Juni 2018 war es dort infolge der Starkregenereignisse zu Hangrutschen gekommen. Seitdem ist dieser Abschnitt offiziell gesperrt.

Dass die Schäden noch nicht behoben sind, liegt daran, dass der Abschnitt im Bereich der Brückenpfeiler insgesamt anfällig für Erdbewegungen ist. „Es gab bereits gemeinsam mit dem LBM Versuche, den Hang in diesem Bereich zu stabilisieren, doch haben wir damit nicht den gewünschten Erfolg erzielt“, sagt Wolfgang Klaas, Bauamtsleiter der VG Bitburger Land. Aus diesem Grund sei im vergangenen Jahr auch eine andere Strategie verfolgt worden, fügt er hinzu. So habe es Überlegungen gegeben, den Radweg in Richtung Seffern unmittelbar vor dem Anstieg bei der Autobahnbrücke über die alte Nimsbrücke zu führen. Von dort hätte der Weg dann auf der anderen Seite der Nims, zwischen dem Fluss und der dazu parallel verlaufenden L 5 geführt werden können, um ihn dann über eine weitere, noch zu bauende Brücke wieder auf die andere Uferseite zu führen. „Früher hat dort auch mal eine Brücke gestanden“, sagt Klaas. Die Widerlager seien nach wie vor vorhanden. Der Bau einer Radbrücke wäre also mit vergleichsweise wenig Aufwand möglich, fügt er hinzu.

Zwischenzeitlich aber hat es einen Vor-Ort-Termin mit den Fachbehörden –  darunter auch Vertreter der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord und der Unteren Naturschutzbehörde – gegeben. Und wie der Bauamtsleiter erklärt, seien nicht alle Teilnehmer dieses Treffens vom Vorschlag begeistert gewesen. „Wir haben es dort mit einem sehr sensiblen Bereich zu tun“, sagt Klaas. Daher müsse die VG nun doch nach einer anderen Lösung suchen.

Wie diese aussehen könnte, wird derzeit im Zuge eines beauftragten geologischen Gutachtens geprüft. In der Überlegung seien dabei zwei Möglichkeiten, erklärt der Mitarbeiter der Verwaltung. „Entweder wir verbreitern den derzeitigen Weg in Richtung Hang oder aber wir führen ihn etwas weiter oberhalb an der kritischen Stelle vorbei“, so Klaas. Dort verlaufe ohnehin auch ein alter Weg, der dann gegebenenfalls genutzt werden könne. „Wir wollen handeln und wir müssen handeln“, sagt der Bauamtsleiter, doch dafür benötige man zunächst das geologische Gutachten. Er rechne aber damit, dass die Ergebnisse in wenigen Wochen vorliegen, sodass die Maßnahme im Winter ausgeschrieben und im kommenden Frühjahr dann auch umgesetzt werden könne.