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Selbsthilfegruppe kann ein Weg bei Depressionen sein

Selbsthilfegruppe kann ein Weg bei Depressionen sein

"Reiß dich zusammen" oder "Kopf hoch" sind Floskeln, die Menschen mit Depressionen immer wieder zu hören bekommen. Oft wird diese psychische Störung mit bloßer Traurigkeit verwechselt. Maria S. kennt das Dauertief, das am Leben verzweifeln lässt. In einer Trierer Selbsthilfegruppe schaffte sie, was ihr in der Therapie nicht gelang: die Depression zu überwinden.

Trier. Mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Depression. Wie Maria S. (Name von der Redaktion geändert), eine junge Triererin. In einer Selbsthilfegruppe fand sie Unterstützung.
In den Gruppenstunden haben die Probleme jedes einzelnen ihren Platz, sagt sie. Die Betroffenen tauschen Erfahrungen aus, geben sich Tipps und nutzen die Gespräche als Ventil. Im Gespräch realisierte Maria, dass Trennungserfahrungen die Ursache für ihre Depression sind. "Der emotionale Kern wurde getroffen. Das hat der Therapeut nicht geschafft."
Für die Triererin begann eine schmerzvolle Zeit. Denn die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema verursachte einen Stimmungsknick. "Das kann allerdings auch etwas Positives darstellen, denn Gespräche, in denen sich emotional gar nichts tut, sind womöglich zu oberflächlich." Maria redete viel mit einem guten Freund, schrieb und schaffte es schließlich, ihre Trennung zu verarbeiten. Heute hat sie die Depression hinter sich gelassen. Die Gruppe besucht sie nun vor allem, um anderen zu helfen und ihre Erfahrungen weiterzugeben. nhl
Die Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle in der Region Trier (SEKIS) stellt Verbindung zu diversen Selbsthilfegruppen her. Nicht nur Menschen mit Depressionen können so andere Betroffene finden. Infos unter Telefon 0651/141180 oder <%LINK auto="true" href="http://www.sekis-trier.de/" class="more" text="www.sekis-trier.de/"%>