Service und Stillen

BITBURG. (red) 28 babyfreundliche Krankenhäuser gibt es zur Zeit in Deutschland. Und wenn es nach Dr. Josef Spanier, dem Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe des Clemens-August-Krankenhauses, geht, dann wird eines der nächsten in Bitburg stehen.

"Wir bereiten uns gerade auf diese internationale Auszeichnung vor, die nach strengen Kriterien verliehen wird", sagt Spanier. Babyfreundliche Krankenhäuser haben die Empfehlungen der Initiative nachweislich in ihrer täglichen Arbeit verwirklicht und verfolgen ein ganzheitliches Konzept, das sich international bewährt hat. Eltern, die hierher kommen, können sicher sein, besonders gut betreut zu werden. Um das Zertifikat zu bekommen, muss die Gynäkologie die "Zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen" umsetzen. "Wir müssen beispielsweise sicherstellen, dass alle Schwangeren umfassende Informationen über die Bedeutung des Stillens bekommen. Zudem bieten wir Rooming-in an, so dass die Mütter mit ihren Kindern rund um die Uhr im Zimmer zusammen sein können", sagt Spanier. Daneben ist die Klinik verpflichtet, den Müttern bei der Entlassung Möglichkeiten zur weiteren fachkompetenten Beratung und Betreuung aufzuzeigen. "Auch unsere Hebammen und Stillberaterinnen stehen den Müttern jederzeit als Ansprechpartnerinnen bei Fragen oder Problemen zur Verfügung", sagt Oberärztin Dr. Barbara Schlesinger. Daneben möchte sich das Clemens-August-Krankenhaus in Zukunft für die Gründung von Stillgruppen einsetzen. "Hier können sich Mütter untereinander unterstützen", weiß Dr. Spanier. Erste Schritte auf dem Weg zur Zertifizierung ist das Bitburger Krankenhaus bereits gegangen. "Fortbildungen zum Thema Stillen haben bereits stattgefunden, und unsere Mitarbeiterinnen haben sehr engagiert daran teilgenommen", freut sich der Chefarzt. Wenn es weiter so gut läuft, rechnet er damit, dass in neun Monaten die Zertifizierung erfolgen kann. Die Initiative "Babyfreundliches Krankenhaus" gibt es in etwa 150 Ländern weltweit und wurde 1991 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) gegründet, um das Stillen weltweit zu fördern. Wer mehr über die Angebote des Clemens-August-Krankenhauses für Schwangere und werdende Eltern wissen möchte, der kann am 30. September und 16. November, jeweils um 11 Uhr, in den Konferenzraum des Krankenhauses kommen. Hier wird die Kinderkrankenschwester und Laktationsberaterin Jutta Esser umfassend über das Projekt "Babyfreundliches Krankenhaus" berichten.

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