Sicher auf dem Schulweg

Schüler, die um den besten Platz im Bus streiten und rangeln, sind täglich an Haltestellen zu beobachten. Dass es auch anders geht, wird Kindern beim Projekt "Busschule" beigebracht.

Wallersheim. (sn) Schubsen, drängeln, Platz freihalten: Schulkinder sind bei ihren täglichen Busfahrten häufig gefährdet. Wie man clever Bus fährt, erklären Bustrainer beim Projekt "Busschule" der Unfallkasse Rheinland-Pfalz und dem Verkehrsbetrieb Rhein-Mosel-Bus (RMV). Ernst Weber ist so ein Trainer und er erklärt der ersten Klasse der Wallersheimer Grundschule, wie man sich im Bus verhält. Die 17 Jungen und Mädchen und ihre Klassenlehrerin Rosmarie Wielvers lernen unter anderem, wie man richtig an der Haltestelle wartet und seinen Schulranzen trägt. Spannend wird es, als er erklärt, wie sie sich im Notfall verhalten sollen. Und fast schon eine kleine Mutprobe ist es, den Arm zur Tür rauszuhalten, um festzustellen, dass die sich bei Widerstand nicht komplett schließt, sondern automatisch wieder öffnet. "Ihr könnt also beim Ein- und Aussteigen nicht eingeklemmt werden", sagt Weber. Wie wichtig es ist, an der Haltestelle mindestens einen Meter Abstand vom Bordstein zu halten, demonstriert der Fahrer mit einer blauen Tonne, die er Paul nennt. Die stellt er direkt am Bordstein auf. Als der Bus einfährt, touchiert er die Tonne, die dann im hohen Bogen auf die Straße fällt. "Das könnte auch euch passieren, wenn ihr zu dicht am Straßenrand steht", sagt der Bustrainer. Anhand einer dicken Kartoffel, die der Busfahrer unter den Reifen legt und überfährt, zeigt er den Kindern auch, was passieren könnte, wenn ihr Fuß unter ein Rad des Schulbusses gerät. Im Falle der Kartoffel bleibt ein Matschhaufen auf der Straße übrig. Toter Winkel und richtiges Sitzen oder Festhalten im Bus sind weitere Themen, die der Fahrer mit den Kindern bespricht. Und zu guter Letzt gibt es eine Vollbremsung. Während die Kinder diese unbeschadet überstehen, fliegt Paul, die blaue Tonne, quer durch den Gang, denn im Gegensatz zu den Kindern hat Paul sich nicht festgehalten.

Die vielen neuen Eindrücke, die die Kinder gewonnen haben, wird die Klassenlehrerin mit ihnen in den nächsten Tagen im Unterricht besprechen.

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