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Sicherer Weg über die breite Bundesstraße

Sicherer Weg über die breite Bundesstraße

ARZFELD. Was viele Arzfelder sich seit Jahren gewünscht haben, wird derzeit umgesetzt: die Verkehrsberuhigung auf der Bundesstraße 410 in der Ortslage.

Was früher als ideal galt, soll heute vielerorts geändert werden: möglichst breite und schnurgerade Durchfahrtsstraßen in den Dörfern. Der etwa 1,5 Kilometer lange, zum Teil auch noch abschüssige Abschnitt der B 410 in Arzfeld ist ein Paradebeispiel. "Die Strecke lädt Fahrer leider zum Rasen ein", sagt Ortsbürgermeister Ernst Hitzges. Schon 1992 gab es erste Ideen für eine Verkehrsberuhigung. Schnell wurde aber klar, dass die Ortsgemeinde nicht in der Lage war, das zu finanzieren. Straßen münden rechtwinklig ein

Später übernahm der heutige Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) in Gerolstein die Planung, in Abstimmung mit den betroffenen Grundstückseigentümern. Es geht um die beiden Ortseingänge und drei weitere Stellen auf der Strecke. Am Ortseingang aus Richtung Daleiden wird eine Mittelinsel mit Überquerungshilfe gebaut. Der Kreuzungsbereich zwischen der K 58 (Oberstraße und Siedlungsstraße) und der B 410 wird optimiert. Das bedeutet: Die Straßen münden künftig rechtwinklig ein. Dadurch fahren die Verkehrsteilnehmer automatisch langsamer, statt wie bisher häufig mit viel Schwung abzubiegen. In der Nähe des Verbrauchermarkts entsteht eine weitere Mittelinsel mit Querungshilfe. Auch die Einmündungen von Gartenstraße und Hauptstraße werden entschärft. In Höhe der Verbandsgemeinde-Verwaltung wird der breite Randstreifen rückgebaut und bepflanzt. So entsteht eine Schutzzone zwischen Fahrbahn und gepflastertem Gehweg. Hinter der Abbiegespur zur Hauptstraße folgt die dritte Querungshilfe. Am Ortsausgang in Richtung Lichtenborn schließlich wird die Fahrbahn verschwenkt und durch einen Mittelstreifen geteilt. Der Gehweg wird entsprechend parallel geführt und gepflastert. "Alle dieses Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr fertig werden. Bei wärmeren Temperaturen im Frühjahr fräsen wir die Fahrbahndecke in der gesamten Ortsdurchfahrt ab und bringen eine neue Deckschicht auf", sagt Simone Schäfer vom LSV. Es wird voraussichtlich keine Vollsperrung geben, sondern eine Ampelregelung. Die Gesamtkosten für den Bund als alleinigen Baulastträger belaufen sich auf 125 000 Euro.