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Sicherheit ohne Ende - B 257-Konzept kostet zwölf Millionen

Sicherheit ohne Ende - B 257-Konzept kostet zwölf Millionen

Mehr als zwölf Millionen Euro sind notwendig, um die B 257 zwischen Bitburg und Irrel so zu gestalten, dass sie für alle Verkehrsteilnehmer sicherer wird. Angesichts dieser hohen Summe ist derzeit völlig offen, wann der Bund in die drei noch fehlenden kreuzungsfreien Anschlüsse und die ebenfalls geplanten Zusatzspuren investieren wird.

Bitburg. Wenn man bei Straßenarbeiten auf historische Über-reste stößt, kann das die Bauarbeiten verzögern. Beim Bau der neuen B 257-Anschlussstelle bei Niederweis war das der Fall. Dort kamen vor zwei Jahren die Überreste einer römischen Villa zum Vorschein. Nach Auskunft des Landesmuseums Trier war es ein für die Eifel zwar typischer, aber nicht unbedingt sensationeller Fund, der da zum Vorschein kam. Dennoch trug er dazu bei, dass sich die Bauarbeiten um gut drei Monate verzögerten.
Inzwischen jedoch ist der neue Anschluss längst fertig. Es ist der erste von insgesamt vier kreuzungsfreien Knotenpunkten, die auf der B 257 zwischen Bitburg und Irrel geplant sind. Dass mit diesem Knotenpunkt angefangen wurde, liegt daran, dass die dort über die Bundesstraße führende marode Brücke saniert werden musste. Gleichzeitig wurden deshalb direkt Auffahrrampen für einen kreuzungsfreien Anschluss geschaffen. Niederweis ist damit abgehakt. Als Nächstes steht der neue Anschluss bei Alsdorf an.
Wie Harald Enders, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, erklärt, sei die dortige Planung bereits abgeschlossen. Und das im Einverständnis mit der Ortsgemeinde. "Zur Zeit werden die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren erstellt, das wir noch in diesem Jahr einleiten wollen", sagt Enders und ergänzt, dass mit der Umsetzung auch der Anschluss Wolsfeld-Süd (zwischen Wolsfeld und Alsdorf) beseitigt werden solle.
Auch für die beiden anderen vorgesehenen kreuzungsfreien Anschlüsse, Wolsfeld-Nord und Messerich, lägen bereits von den Gemeinden gebilligte Planentwürfe vor. Wie es allerdings mit dem umstrittenen Anschluss bei Birtlingen (siehe Extra) weitergehe, werde erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Anschluss bei Messerich geprüft. "Die dortige Geschwindigkeitsbegrenzung stellt nur eine Zwischenlösung dar", fügt der LBM-Chef hinzu.
Des Weiteren sind laut LBM zwischen Wolsfeld und Niederweis noch zwei Überholabschnitte vorgesehen, die in Verbindung mit den dort ebenfalls geplanten Deckenerneuerungen kommen sollen. "Im Endausbauzustand wird man also zwischen Bitburg und Irrel nur noch mit Zusatzfahrstreifen überholen, und alle heute noch vorhandenen Einmündungen und Kreuzungen sollen entfallen beziehungsweise durch Anschlussstellen ersetzt werden", resümiert Enders. "Damit sind wir voll auf der Linie unseres mit den Gemeinden abgestimmten Sicherheitskonzepts."
Enders rechnet allein für die drei Anschlüsse mit rund acht Millionen Euro und mit weiteren 4,5 Millionen Euro für die beiden Überholabschnitte.Extra

Während die Notwendigkeit der neuen kreuzungsfreien Anschlüsse bei Alsdorf, Wolsfeld und Messerich außer Frage steht, ist derzeit noch unklar, wie es mit dem K 14-Anschluss bei Birtlingen weitergehen soll. Nach Auffassung des LBM ist ein zusätzlicher kreuzungsfreier Anschluss allein für die 80 Einwohner zählende Gemeinde wirtschaftlich nicht vertretbar, weshalb es die Ankündigung gab, den Anschluss komplett zu schließen. In diesem Fall müssten die Birtlinger dann über Messerich fahren, um auf die B 257 zu kommen, was vor allem in Richtung Bitburg ein Umweg wäre. Zudem führt die Straße zwischen Birtlingen und Messerich durch das Hochwassergebiet der Nims und war wegen Hochwassers des Öfteren gesperrt. Aufgrund des heftigen Widerstands seitens der Gemeinde wurde bislang auf einen Rückbau des Anschlusses verzichtet und stattdessen am Kreuzungsbereich eine Tempo-70-Zone eingeführt. uhe