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Sie sind an Bord, Ehrensache - Prominente Juroren beim Schülerwettbewerb in Arzfeld

Sie sind an Bord, Ehrensache - Prominente Juroren beim Schülerwettbewerb in Arzfeld

Das sollte ein schönes Bühnenspektakel werden: Bei der Westeifelschau in Arzfeld Ende April wird es erstmals einen Schüler-Musikwettbewerb geben. In der Jury sitzen zwei sehr prominente und sehr erfolgreiche Eifeler Jungs: Nicholas Müller und Tobias Schmitz - alias von Brücken.

Arzfeld. "Ich bin ja einer, der immer anprangert, dass hier kulturell zu wenig passiert" sagt Tobias Schmitz, Komponist und Tastenmann bei der so erfolgreichen Band von Brücken, die er gemeinsam mit Sänger Nicholas Müller voriges Jahr gegründet hat (der TV berichtete). "Und da sollte man auch an Bord sein, wenn jemand die Initiative ergreift."
Jetzt sind Müller und Schmitz dabei, weil man in Arzfeld die Initiative ergriff: Sie sitzen in der Jury beim Schüler-Musikwettbewerb auf der anstehenden Westeifelschau in Arzfeld. In unserem Vorbericht zur Messe hatten wir es schon erwähnt: Erstmals richten die Organisatoren den Wettbewerb aus. Titel: "WESSDS" - "Westeifelschau sucht den Supersong" (siehe Extra).
Tobias Schmitz findet es klasse, dass man in Arzfeld die Idee dazu hatte - "und ich hoffe, dass das Früchte trägt und sich viele anmelden". Da sehe es bereits ganz gut aus, sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld: Bis hinab in den Saarburger Raum hätten sich schon Formationen registrieren lassen. Kruppert gab auch die Anregung, die beiden Musiker mit ins Boot zu holen - auch wenn er nicht damit gerechnet hätte, dass das wirklich klappt. Aber: "Das war total unkompliziert", sagt Kruppert, der ja auch als Sänger der Dompiraten auftritt. "Obwohl die beiden so viel Erfolg haben und deutschlandweit unterwegs sind. Wir freuen uns riesig."
Und das aus zweifachem Grund: "Sie werden nicht nur in der Jury sein, sondern auch selbst in die Tasten greifen und ans Mikrofon gehen. Die beiden spielen in Arzfeld noch zwei, drei Songs" - eine schöne Zugabe zum Wettbewerb. "Ich glaube, das wird eine ganz tolle Geschichte", sagt der VG-Chef.
Mit ihrer ersten CD "Weit weg von fertig" waren von Brücken im Herbst hoch in die deutsche Album-Verkaufsliste eingestiegen, es folgten ein Konzert für den WDR-Rockpalast und inzwischen auch eine Tournee, die sie in zwölf Städte führte - seit ein paar Tagen sind sie wieder daheim. Und wie war's?
"Super", sagt Tobias Schmitz. "Wir hatten überall ein echt tolles Publikum, das sehr aufmerksam war und viel Beifall gespendet hat." Am Ende seien die Akteure auf und vor der Bühne "mit freudestrahlenden Augen nach Hause gegangen".
Das tun ja vielleicht auch die jungen Wettbewerbsteilnehmer demnächst, wenn sie auf großer Bühne und mit bester Technik auftreten. "Für junge Musiker ist das eine tolle Möglichkeit, sich zu präsentieren", sagt Tobias Schmitz, dem zum Wettbewerbsthema "Heimat" so einiges einfällt: Er warnt vor dumpfem Stolz und Abschottung und bekennt zugleich, dass er seine Heimat liebe.
"Ich fühl mich hier zu Hause - aber das ist nichts Exklusives. Man kann sich doch über jeden freuen, der es hier mag und hierher zieht. Eine Kultur lebt ja auch davon, dass sie immer wieder Impulse von außen kriegt. Und insofern ist es auch schön, dass der Wettbewerb über die Grenzen von Deutschland hinaus geht."
Für seine Band geht es bald mit den Auftritten weiter: Von Brücken spielen unter anderem am letzten Juniwochenende beim Hurricane-Festival in Scheeßel und beim Southside in Neuhausen ob Eck.
Mehr Daten unter
www.vonbruecken.deExtra

 Im Wettbewerbs-Dress (von links): Landrat Joachim Streit, Bürgermeister Andreas Kruppert und Herbert Zahnen vom Gewerbeverein. Foto: privat
Im Wettbewerbs-Dress (von links): Landrat Joachim Streit, Bürgermeister Andreas Kruppert und Herbert Zahnen vom Gewerbeverein. Foto: privat Foto: (e_pruem )

Mitmachen können Schülerformationen aus dem Raum Trier, Belgien und Luxemburg - Bands und Orchester, Chöre und andere Ensembles, in zwei Alterskategorien (erstes bis sechstes Schuljahr, siebtes bis 13. Schuljahr). Die Aufgabe: ein Lied darzubieten, das sich mit dem Thema Heimat befasst. Der Siegersong einer jeweiligen Kategorie wird mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro belohnt! Das Finale ist am Freitag, 29. April, 10 Uhr. Der Wettbewerb wird präsentiert vom TV und von RPR. Anmeldung bis 31. März per E-Mail an wes-sds@wes-arzfeld.de , oder auf www.wes-arzfeld.de

Die Westeifelschau beginnt am Donnerstag, 28. April, sie dauert bis Sonntag, 1. Mai. Eintritt: fünf Euro, ermäßigt zwei Euro, kostenlos für Kinder unter 14 Jahren. fpl