Sie waren die ersten

FLERINGEN/LISSINGEN. Das "Silberne" ist geschafft: Die Meikowe GmbH in Gerolstein-Lissingen und Fleringen feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Geschäftsführer Leonhard Kockelmann blickt zurück auf die Anfänge und auf preiswürdige unternehmerische Höhepunkte.

 Stolze Firmengründer : Leo Kockelmann (links) und Ernst Weber am Meikowe-Standort Fleringen. Das Unternehmen wird in diesem Jahr 25 Jahre alt.Foto: Fritz-Peter Linden

Stolze Firmengründer : Leo Kockelmann (links) und Ernst Weber am Meikowe-Standort Fleringen. Das Unternehmen wird in diesem Jahr 25 Jahre alt.Foto: Fritz-Peter Linden

"Es ist nirgendwo schöner als auf der Welt. Man muss nur drauf sein und die Häuser wissen." Wer sich mit Meikowe-Geschäftsführer Leonhard Kockelmann unterhält, muss jederzeit mit einer solchen Weisheit rechnen.Seine Firma ist bereits seit einem Vierteljahrhundert auf der Welt. Das hätten sich die drei Gründer Josef Meyer, Kockelmann und Ernst Weber (daher der Name Mei-Ko-We) nicht gedacht, als sie ihre kleine Firma 1978 in Lissingen aus der Taufe hoben: Fernsehen und Radio, Hausgeräte, Sanitäranlagen und Elektroinstallationen - alle diese Bereiche deckten die drei Gründer ab, und von Anfang an bildeten sie auch Lehrlinge aus.Mutiger Schritt, zügiger Erfolg

Der mutige Schritt führte zügig zum Erfolg, schon bald konnten sie ihren Betrieb erweitern. 25 Jahre nach dem Start - knapp 80 Gesellenprüfungen und zwei bedeutende Preise später - arbeiten 38 Beschäftigte in den beiden Meikowe-Standorten Lissingen und Fleringen. Darunter sind fünf Meister und zwei Diplom-Ingenieure, "von denen jeder mit anpackt", sagt der Chef.Meyer stieg zwar 1983 aus dem Unternehmen aus und betreibt seit damals seinen eigenen Installationsbetrieb in Dohm-Lammersdorf, aber er geht "noch heute bei uns ein und aus", beschreibt Kockelmann das nach wie vor ungetrübte Verhältnis zueinander.In Gerolstein-Lissingen befinden sich heute die Abteilungen Haushaltsgeräte, Gebäudesicherheit und Unterhaltungselektronik. In Fleringen - der Standort wurde 1996 eröffnet - betreibt man die Zerlegestation für Elektro-Altgeräte, einen Fachmarkt und ein Büro für Anlagenbau und Netzwerktechnik. Außerdem bietet Meikowe auch hier Kundendienst und sämtliche Elektroinstallationen. Die Kunden kommen aus dem privaten Bereich, aus der Unternehmerschaft, aus Kommunen und weiteren Institutionen - von der Gerolsteiner Kaserne bis zur Trierer Universität.Dass Kockelmann heute viele Häuser "weiß", kann man sich vorstellen, wenn man sieht, wie viele verbandspolitische Hüte er in den vergangenen Jahrzehnten getragen hat: als Obermeister der Elektroinnung, als Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Westeifel, als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landes-Innungsverband der Elektrohandwerke und als Vertreter in der Vollversammlung der Handwerkskammer Trier.Die meisten Posten hat er inzwischen abgegeben, irgendwann war diese Arbeit einfach zu viel geworden. Stattdessen ist Kockelmann heute wieder öfter im Elektro-Blaumann unterwegs - im Kundendienst, wie während der ersten Meikowe-Jahre.In diesen 25 Jahren hat Meikowe mehrfach Schlagzeilen gemacht: Wenn heute beispielsweise bundesweit Elektro-Altgeräte systematisch zurück genommen und entsorgt werden, dann geht dies auf ein Konzept zurück, das in der Eifel entwickelt wurde. Für das Pionierprojekt mit den Kreisen Daun und Bitburg-Prüm erhielten Kockelmann & Co. im Dezember 1997 den Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz. Die Recycling-Maschinen in der Fleringer Halle wurden sämtlich bei Meikowe entwickelt und gebaut, darunter eine Entsorgungsanlage für Leuchtstoffröhren. Kockelmann: "Das ist die einzige nach dem Bundes-Imissionsschutzgesetz genehmigte Anlage in Rheinland-Pfalz." Der Umweltpreis war nicht die erste Auszeichnung: 1996 erhielt das Unternehmen bereits den Holkenbrink-Preis des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums, der Trierer Wirtschaftskammern und der Fachhochschule für Recycling und den Einsatz umweltfreundlicher Energietechnik.Am meisten stolz ist Kockelmann jedoch auf etwas ganz anderes: "Die Mitarbeiterbörse war gewiss die allerbeste Sache, die wir je gemacht haben", sagt der Meister und Betriebswirt heute. Das Prinzip: Die Mitgliedsbetriebe der Elektroinnung (damals Daun-Prüm, heute Westeifel) überlassen einander bei Bedarf einen oder mehrere Mitarbeiter, so dass jeder Betrieb praktisch für jeden Auftrag, egal welcher Größenordnung, ein Angebot einreichen und diesen anschließend auch ausführen kann - "damit die Arbeit auch in der Region bleibt", sagt Kockelmann.Auch in der Ausbildung kann Kockelmann große Erfolge vorweisen: Von seinen Lehrlingen schnitten viele als Innungsbeste ab, einige waren sogar Spitze in den Leistungswettbewerben auf Kammer-, Landes- und Bundesebene.