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Kommentar: So schafft man kein Vertrauen

Kommentar : So schafft man kein Vertrauen

Die Verantwortlichen haben die Fehler erkannt und arbeiten an Lösungen. Unterm Strich aber wird das neue Angebot gegenüber der bisherigen Situation für die Schüler eine Verschlechterung bleiben.

Früher hat sich der ÖPNV dem Schülerverkehr untergeordnet, jetzt ist es umgekehrt. Das ist ärgerlich. Doch sollte man bei aller Wut nicht vergessen, dass sich durch das neue Konzept das ÖPNV-Angebot insgesamt deutlich verbessert. Das ist zumindest die Idee dahinter und fördert nicht nur die Mobilität älterer Menschen, sondern auch die von Kindern und Jugendlichen. Weil sie dann die Busse auch für Zwecke jenseits des Schulalltags nutzen können.

Kein Kind trägt einen seelischen Schaden davon, wenn es eine viertel Stunde länger mit dem Bus unterwegs ist. Und auch ein Umsteigen, notfalls auch zwei Mal, ist Schülern durchaus zuzumuten. Voraussetzung ist aber, dass alles andere passt. Eltern müssen sich darauf verlassen können, dass das System funktioniert und ihre Kinder verlässlich und sicher unterwegs sind. Das aber ist derzeit absolut nicht der Fall.

Damit das Konzept akzeptiert wird, müssen die Verantwortlichen Vertrauen schaffen. Wenn man Menschen für den ÖPNV begeistern will, dann sollte man bei denen anfangen, die schon im Bus sitzen. Und das sind nun mal die Schüler.

eifel@volksfreund.de