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So schwitzt die Eifel: Betreiber von Sonnenbank, Sauna und Eisdiele sprechen über die Auswirkungen der Hitze

So schwitzt die Eifel: Betreiber von Sonnenbank, Sauna und Eisdiele sprechen über die Auswirkungen der Hitze

Wer geht bei 30 Grad noch in die Sauna? Wie viele Kugeln Eis gehen im Sommer über die Theke? Diese Erfahrungen machen die Betreiber von Sonnenbank, Eisdiele oder Eifel-Zoo mit der Hitze in der Region.

Die altmodischen Sorten sind die besten: Vanille, Schoko, Nuss. Wenn es mal wieder richtig heiß wird, stehen die Besucher bei Tatiana Lobia Schlange. Seit elf Jahren ist sie Inhaberin des Eiscafés Lobia in Bitburg und kann je nach Wetterlage den bevorstehenden Ansturm einschätzen: "Uns ist bisher noch nie das Eis ausgegangen", sagt sie. An einem besonders sonnigen Tag werden etwa 30 Behälter Eis verbraucht. Das sind 60 Kugeln pro Gefäß. 1800 Eisbällchen pro Tag. Doch die extreme Hitze ist nicht gut fürs Geschäft. Da gehen die Leute lieber ins Schwimmbad als in die Stadt. 23 bis 30 Grad sei die optimale "Eiszeit". Im Eifel-Zoo in Lünebach gibt es keine Kugeln, sondern Eisbomben zur Abkühlung und als Spielgerät für die Tiere. Eisbomben sind gefrorerenes Wasser in Eimern. Neben Früchten können sich die Raubtiere sogar über frostige Karpfen freuen. Am Löwengehege sorgt ein Rasensprenger für angenehmere Verhältnisse. Während sich alle Eifel-Zoo-Bewohner in den Schatten zurückziehen, wird "das Löwenbaby ab 30 Grad aus dem Verkehr gezogen", sagt Chefin Isabelle Wallpott. Auch im Eifelpark Gondorf finden die Tiere Schutz im Schatten der Bäume. Silke Möller-Combes von der Marketing-Abteilung sagt: "Den Tieren macht das gar nichts aus, solange sie eine Rückzugsmöglichkeit haben." Auch hier gibt es Eisbomben mit Trauben, Fisch und Gemüse. Und manche Tiere freuen sich sogar über die Hitze: "Unsere Erdmännchen finden das klasse", sagt Möller-Combes. Für die Parkbesucher seien natürlich gerade die Wasserattraktionen interessant. Während andere Leute zum See gehen oder sich in Parks ein schattiges Plätzchen suchen, legen sich manche Menschen weiterhin unter strahlende Röhren. Konny Ties, Mitarbeiter im Sunpoint Bitburg, sagt: "30 Grad stört die Kunden nicht." Erst bei sehr starker Hitze ab 37 Grad habe das Sonnenstudio weniger Besucher. Und künstlich sonnen sich Menschen aller Altersklassen: "Wir haben alles. Ab 18 Jahren aufwärts", sagt er. Auch in der Sauna wird weiterhin fleißig geschwitzt.

"Wir haben Saunagänger, die das ganze Jahr über kommen", sagt die Geschäftsführerin des Cascade- Bads in Bitburg, Elfriede Grewe. Wenn es draußen zu heiß ist, wird es im Brillengeschäft "Die Brille Dömer" ruhiger. "Ich denke, die Leute möchten an diesen Tagen ihre Zeit zum Beispiel lieber im Garten verbringen", sagt Inhaber Andreas Dömer. Die meisten haben ihre Sonnenbrillen bereits vor der Hitze gekauft. "Einige kommen rein, um dunklere Sonnenbrillen zu kaufen."