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Sommer 2021: L2 und K37 in Auw an der Kyll sollen saniert werden

Straßenbau in Auw an der Kyll : Bauarbeiten rücken ein wenig näher

Die L 2 und die K 37 in Auw an der Kyll sind in einem sehr schlechten Zustand. Im Sommer 2021 soll Abhilfe geschaffen werden. Einfach ist das Projekt nicht.

Es ist wirklich nötig, dass die vielbefahrenen Straßen L2 und K37, die durch Auw an der Kyll führen, saniert werden. Risse, Löcher, Stellen, die schon mehrfach repariert wurden und immer wieder aufbrechen, erfordern hohe Aufmerksamkeit beim Fahren. Ortsbürgermeister Günter Kirsch sagt: „Wir warten schon lange darauf, dass die Straßen gemacht werden. Immer wieder haben wir die Verwaltung auf den schlechten Zustand aufmerksam gemacht.“

Weiter berichtet er: „Als dann tatsächlich gesagt wurde, dass das nicht mehr tragbar und die Straße auch nicht mehr zu reparieren sei, gingen es der LBM und die Verwaltung an und es ist Bewegung in der Sache.“

Durch den Ort fahren viele Lastwagen und Traktoren, die von Preist und Orenhofen Richtung Bitburg wollen. Auf der Landesstraße 2 wurden 1034 Kraftfahrzeuge pro Tag und auf der Kreisstraße 37 knapp 500 pro Tag gezählt. Die Ausbaulänge der L2 sind 640 Meter und die der K37 sind 345 Meter. Im Bereich der L2 soll mit den Arbeiten begonnen werden, im Sommer oder Spätsommer 2021. Anschließend, voraussichtlich ab 2022 wird dann die K37 dran sein.

Der Landesbetrieb Mobilität rechnet mit einer Gesamtbauzeit von etwa zwei Jahren. Wichtig ist den Bürgern von Auw, dass der Verkehr weiter fließen kann, was durch die nacheinander folgenden Arbeiten möglich sein wird.

Der Verlauf der Straße bleibt grundsätzlich so, wie er ist, aber die Vorfahrtsregelung wird sich ändern. Im Bereich der Kreuzung L2/K37 wird die L2 zur Vorfahrtsstraße. Bruno von Landenberg, Fachgruppenleiter Planung Landesbetrieb Gerolstein, erklärt: „Die L2 wird aufgrund ihrer Verkehrsbedeutung und aufgrund der Verkehrszahlen zur abknickenden Vorfahrtsstraße.“

Die Bordsteine, von denen sehr viele schadhaft sind, werden ebenfalls ausgetauscht und der Kanal erneuert. Bei einer Anliegerversammlung wurden die Pläne bereits vorgestellt, und die Bürger standen dem Projekt positiv gegenüber, wie der Ortsbürgermeister einschätzt. „Die Lebensqualität im Ort steigert sich dadurch“, fasst er zusammen.

Bei der Sanierung der Straßen sind aber einige Besonderheiten zu beachten. Es müssen beispielsweise umfangreiche Arbeiten zur Sicherung der steilen Böschung erfolgen. Die Entwässerungssituation muss betrachtet werden, denn der Ort liegt im Tal, und die Fahrbahn weist fast überall ein starkes Längsgefälle auf.

Eine erste, grobe Kostenschätzung für das Gesamtprojekt liegt bei 2,8 Millionen Euro. Davon trägt das Land 1,7 Millionen, der Eifelkreis 750 000 Euro und die Ortsgemeinde Auw an der Kyll 180 000 Euro. Dabei ist die Schlussvermessung schon berücksichtigt, die Verwaltungskosten sind noch nicht enthalten.

Der Anteil der Ortsgemeinde wird über Anliegerbeiträge finanziert. Bis dahin will man das Abrechnungssystem mit wiederkehrenden Beiträgen einführen. „Damit nicht nur die Anlieger der L2 und der K37 belastet werden, sondern das ganze Dorf. Wir sind schließlich eine Solidargemeinschaft“, betonte Günter Kirsch bereits im Februar gegenüber dem TV.