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Sonderimpfaktion in Bitburg, Kinder ab 12 werden gegen Corona geimpft

Corona-Pandemie : „Wir haben die ganze Zeit darauf gewartet!“

Endlich – Der Ansturm auf das Angebbot im Impfzentrum des Eifelkreises in Bitburg, Kinder ab zwölf Jahre gegen Corona impfen zu lassen, ist groß – Alex Wittlings hat sich vor Ort umgehört und Stimmen gesammelt

Dienstagmittag am Impfzentrum in Bitburg. Es ist deutlich mehr los als sonst. Zusätzlich zu den normalen Terminen kann man sich nämlich an diesem Tag auch spontan ohne Anmeldung eine Erst-Impfung abholen. Über 400 Menschen hatte das Deutsche Rote Kreuz so bei  den ersten Terminen in Bitburg bereits geimpft (der TV berichtete hier).

Doch vorige Woche war der Andrang noch größer als sonst. Was auffällt: Es sind jede Menge Eltern mit Ihren Kindern zum Impfen gekommen. Denn: Anfang letzter Woche hatte die Ministerpräsidentenkonferenz entschieden, dass auch Jugendliche ab zwölf Jahren in den Impfzentren geimpft werden dürfen. Der Sonderaktionstag kam den Eltern da sehr gelegen.

Tanja Schuckert, Schankweiler:„Wir haben die ganze Zeit eigentlich nur darauf gewartet, unsere Tochter Fiona impfen lassen zu können. Ich möchte einfach nicht, dass mein Kind sich ansteckt. Zumal die Schule ja irgendwann auch wieder öffnet. Ohne Impfung wird es ja sowieso nicht besser“,

Jessica Kockelmann, Bitburg: „Wir haben heute Morgen die Info auf der Facebook-Seite des DRK-Bitburg gesehen und sind direkt hergekommen. Mit der Sonderimpfaktion geht es viel schneller als über den Arzt oder die Terminvergabe des Landes. Je eher desto besser!

Fenja Syrbe (15), Koosbüsch: „Ich dachte, es würde viel länger dauern. Aber es ging super schnell und hat auch kaum weh getan. In meinem Freundeskreis bin ich damit schon die dritte Geimpfte.“

Sigrid Schorn, Bitburg: „Ich will einfach nur das Beste für meinen Sohn. Die Folgen einer Infektion sind eben viel schlimmer, als die Risiken der Impfung. Auch bei Kindern. Außerdem ist es eine Frage der Solidarität. Ich glaube Corona wird nicht verschwinden, solange nicht alle als Gemeinschaft an einem Strang ziehen.“

Tanja Meyerschein, Preist: „Die Kinder haben ja wirklich lange genug nichts machen können. Sie sind die Leidtragenden dieser Pandemie. Es wird langsam Zeit, dass die Kinder wieder mehr Freiheit bekommen. Es ist nur schade, dass mein elfjähriger Sohn noch nicht geimpft werden darf.“

Maximilian Terkatz, Organisator beim Deutschen Roten Kreutz: „Dass das Angebot so gut angenommen wird, hätten wir nicht gedacht. Zwei Stunden nach unserem Aufruf sind schon zehn Schüler mit der Erst-Impfung versehen. Eventuell werden wir sogar extra Impf-Aktionen nur für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren anbieten. Konkrete Pläne stehen dafür jedoch noch nicht.“

(axw)