Späte Heimkehr in die Eifeler Heimat

Späte Heimkehr in die Eifeler Heimat

Die von Kreismuseum, Medienzentrum und Volkshochschule des Eifelkreises Bitburg-Prüm in Kooperation mit dem Museum der bildenden Künste in Leipzig geplante Ausstellung im Kreismuseum über den 1873 in Pickließem geborenen und in Leipzig berühmt gewordenen Künstler Mathieu Molitor wird am 29. April eröffnet.

Bitburg. (red) Initiatoren, Organisatoren und Sammler trafen sich noch einmal, um die wichtigsten Informationen auszutauschen und den Verlauf der Ausstellung festzulegen.

Der für die Gesamtleitung der Mathieu-Molitor-Ausstellung verantwortliche Leiter des Kreismuseums, Burkhard Kaufmann, berichtete über den aktuellen Stand der Vorbereitungen.

Das vielfältige Werk von Mathieu Molitor könne mit über 100 Exponaten, die vom Museum der bildenden Künste in Leipzig und Sammlern mit einem regionalen Bezug zur Verfügung gestellt würden, in einer aufwendigen Ausstellung in der Heimat des Künstlers präsentiert werden. Einen ansprechenden Katalog mit einer vortrefflichen Werkübersicht habe man zusammengestellt.

Einzigartige Bedeutung



Aufgrund der Recherchen der Eifeler Mathieu-Molitor-Freunde seien immer wieder neue Werke entdeckt worden, so dass die Beschäftigung mit Mathieu Molitor ein spannendes Terrain bleibe.

So habe noch vor Kurzem ein im Handel aufgetretenes Aquarell erworben werden können, das nach dem Pickließemer Krippenbild zu den ältesten vorhandenen Werken Mathieu Molitors zähle, erläuterte Burkhard Kaufmann.

Mit großer Begeisterung beschrieb der stellvertretende Leiter des Museums der bildenden Künste in Leipzig, Richard Hüttel, die besonders gelungene Restaurierung einer Porträt-Gruppe, die dank des Sponsors Marc Herschbach, dem Geschäftsführer des Eifel-Mosel-Autohauses in Bitburg, möglich geworden sei.

Gisela und Hans-Günther Poltorak, die sich gemeinsam seit langem mit dem Werk Mathieu Molitors beschäftigen, wiesen ausdrücklich auf die einzigartige Bedeutung des Künstlers und seiner Heimkehr in die Eifeler Heimat in Form einer großen Werkschau hin.

Nach Auffassung der Kunsthistorikerin Barbara Mikuda-Hüttel ist Mathieu Molitor der einzige bildende Künstler aus der Eifel, der außerhalb der Region eine herausragende Wertschätzung erfahren hatte.

Musikalische Ausstellungseröffnung



Mit der Ausstellung beabsichtigen die Eifeler Initiatoren, den in seiner Heimat weitgehend unbekannt gebliebenen Künstler in einer würdigen Heimkehr populär zu machen.

Die Pickließemer Feuerwehrkapelle wird dazu den passenden Sound finden und die Ausstellungseröffnung musikalisch begleiten.

Die Ausstellung wird am Mittwoch, 29. April, um 19.30 Uhr im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung von Landrat Roger Graef eröffnet.