Spalier stehen für die neue Gestaltung

Spalier stehen für die neue Gestaltung

BITBURG. Gleich an drei Stellen in der Stadt war und ist der städtische Bauhof damit beschäftigt, das Straßenumfeld neu zu gestalten. Mehr als 14 000 Euro werden dazu investiert.

Gegen die neuen und mit Steinen gefüllten Drahtkörbe am Kreisel in der Brodenheckstraße möchte wohl niemand mit seinem PKW fahren. Diese Drahtkörbe zieren seit einigen Tagen die Umgebung des Kreisverkehrsplatzes am Stadteingang in der Neuerburger Straße. Derzeit noch nicht so recht zu erkennen ist, wie das Ganze später einmal aussehen soll. Rotdorn-Bäume waren vom Käfer befallen

Grund dafür ist wohl auch, dass die Arbeiten am neuen Stadt-Entrée noch nicht abgeschlossen sind. Der Raum zwischen Bürgersteig und dem Parkplatz am derzeit noch von der Agentur für Arbeit genutzten Gebäude soll noch bepflanzt werden. Auf rund 3000 Euro schätzt Stadtsprecher Werner Krämer die Kosten der seit einigen Tagen laufenden Aktion. Diese sei nötig geworden, da die bisherige Bepflanzung nicht angewachsen sei. 2003 war der erste der beiden Kreisel in der Neuerburger Straße fertiggestellt worden. Ebenso wie der Kreisel am Karenweg machte der Kreisverkehrsplatz an der Brodenheckstraße die frühere Ampelanlage überflüssig. Nicht nur im Westen der Stadt wird gepflanzt und gestaltet. Ebenfalls neu sind die Bäume auf dem Parkplatz in der Nähe des Kreisverwaltungskreisels. Auch dort waren die Männer des Bauhofs aktiv. So genannte Spalier-Linden recken auf dem Parkplatz vor dem Bürohaus Pohl seit einigen Tagen ihre Äste gen Himmel. In Form gebracht durch ein stabiles Drahtgeflecht sollen die Zweige später wie ein Schild die Fläche zwischen Heinrichstraße und Trierer Straße beschirmen. Auf rund 12 000 Euro beziffert Werner Krämer die Kosten für die in diesem Teil der Stadt erfolgten Anpflanzungen. Diese Summe muss die Stadt jedoch nicht alleine aufbringen. Vielmehr handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Landebetrieb Mobilität. Dies umfasst die komplette Umgestaltung und die neue Anbindung der Heinrichstraße an die Echternacher Straße (der TV berichtete). Dadurch sollen der Verkehrsfluss verbessert und eine unübersichtliche Einmündung entschärft werden. Noch nicht beziffert sind die Kosten für neue Bäume in der Trierer Straße. An deren Vorgänger erinnern derzeit nur noch ein paar teilweise nur notdürftig gesicherte Erdlöcher. "Dort standen Rotdorn-Bäume. Und die waren vom Obstbaumsplintkäfer befallen", sagt Werner Krämer. Die Larven der in zwei Unterarten vorkommenden Käferart bohren von einem Muttergang aus Larvengänge zwischen Rinde und Holzkörper. Diese kurzen Bohrgänge können von Holz zerstörenden Pilzen besiedelt werden. Ersatz zu finden für die vom Käfer geplagten Bäume ist nicht so einfach. Die ursprünglich für den Standort favorisierten Säuleneichen werden wohl doch nicht in der Trierer Straße einen neuen Standort finden. Das liegt vor allem daran, dass zwischen Bürgersteig und Fahrbahn viele Versorgungsleitungen im Untergrund schlummern. Zu tief und zu kräftig wurzelnde Baumarten könnten diese Verbindungen zerstören, sagt Stadtsprecher Werner Krämer.

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