Spangdahlem "adoptiert" Wilsecker

Spangdahlem "adoptiert" Wilsecker

Premiere in Wilsecker (VG Kyllburg): Die Amerikaner haben ihr Versprechen wahr gemacht und ein Eifeldorf "adoptiert" (der TV berichtete). Bei der Aktion "Saubere Landschaft" in Wilsecker packten die in Spangdahlem stationierten Soldaten tatkräftig mit an.

Wilsecker. (dj/red) "Das war eine Supersache. Richtig vorbildlich." Edeltrud Hilden, Ortsbürgermeister von Wilsecker, ist begeistert. Wie viele Gemeinden in der Region hat es auch in ihrem Dorf eine Saubermach-Aktion gegeben. Allerdings mit einem Unterschied: In Wilsecker haben nicht nur Mitglieder von Vereinen und engagierte Bürger geholfen, dort haben auch auf der Air Base Spangdahlem stationierte Soldaten mit ihren Familien angepackt. "Der Wunsch nach einer Partnerschaft zwischen amerikanischen Militärangehörigen mit ihren Familien und deutschen Bürgern kam von Gary A. Day und Steven Frisch, die beide in Wilsecker wohnen", erinnert sich die Ortsbürgermeisterin. Das Anliegen der beiden war es, den amerikanischen Bürgern die deutsche Lebensart, Bräuche, sprich Land und Leute näher zu bringen.Das Verhältnis zwischen Ortsbürgermeisterin Hilden und den Familien Day und Frisch ist bereits sehr freundschaftlich. Da dauerte es nicht lange, und aus der Idee wurden "Nägel mit Köpfen" gemacht. Bei einer deutsch-amerikanischen "Lagebesprechung" mit anschließender Ortsbegehung waren schnell Projekte in Wilsecker gefunden, die gemeinsam angegangen werden können. Premiere der internationalen Begegnung sollte die Saubermach-Aktion sein.Keine Berührungsängste, keine Sprachbarrieren

Schon früh am Samstagmorgen kamen die ersten amerikanischen Familien in Wilsecker an. Pünktlich um 9 Uhr ging es dann los. Weit über 40 Erwachsene und Kinder aus Wilsecker und Etteldorf sowie mehr als 30 Mitglieder der Einheit von Gary Day. Berührungsängste? Fehlanzeige. Deutsche und Amerikaner fanden sich schnell und unkompliziert zu gemeinsamen Arbeitsgruppen zusammen. Vom Reinigen der Pflanzbeete, Heckenschnitt, Reparatur an Spielplatzgeräten, Arbeiten am Bolzplatz über Müllsammeln bis hin zum Anstreichen der Bushaltestelle - Aufgaben gab es reichlich. "Die Zusammenarbeit war einfach super", sagt die Ortsbürgermeisterin. "Alle waren mit Elan und Fleiß dabei. Es wurde viel gelacht, und alle waren für einen Spaß zu haben", erzählt Edeltrud Hilden. Auch Sprachbarrieren gab es nicht. Die Ortsbürgermeisterin: "Selbst Eifeler Platt stellte kein wirkliches Verständigungsproblem dar." Wer viel arbeitet, der muss auch viel essen. Nach getaner Arbeit luden die Amerikaner zu einem deftigen Barbecue mit Hamburgern und Hot Dogs am Gemeindehaus ein. Zum Nachtisch gab es dann noch selbst gebackenen deutschen Kuchen.Als äußeres Zeichen der "Adoption der Gemeinde Wilsecker" überreichten die Mitglieder der "52 EMS Armament Flight Einheit" der Ortsbürgermeisterin eine schöne Erinnerungstafel aus Eichenholz. Sie wurde unter Mithilfe von Gary A. Day und Steven Frisch von einigen der amerikanischen Militärangehörigen in mehr als 30 Arbeitsstunden in ihrer Freizeit angefertigt. Im Gegenzug und als Anerkennung überreichte Edeltrud Hilden allen Amerikanern Eintrittskarten für das Freizeit-Reitertreffen mit Pferdesegung in Wilsecker. Ein besseres Miteinander mit den amerikanerischen Nachbarn, eine weitere Festigung der guten Dorfgemeinschaft - so sieht die Ortsbürgermeisterin die Aktion. Bei der Premiere soll es nicht bleiben. Es wurden bereits weitere gemeinsame Aktivitäten geplant, unter anderem ein Familiengrilltag mit der FFW Wilsecker/Etteldorf und die Mithilfe beim Freizeit-Reitertreffen mit Pferdesegnung am 16./17. Juni.