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Spangdahlem: Macht das US-Militär den Abflug aus der Eifel?

Militär : Bangen in der Eifel: Machen die Amerikaner in Spangdahlem doch noch den Abflug?

Geht für die zivilen Mitarbeiter auf dem Eifeler US-Stützpunkt Spangdahlem jetzt das Zittern um ihren Job wieder los? Laut eines US-Fachmagazins ist die Zukunft der Airbase offenbar weiter unsicher.

Ist die Verlegung einer US-Flugzeugstaffel aus Spangdahlem doch noch nicht vom Tisch? Nach einem aktuellen Bericht des amerikanischen Air Force-Magazins ist die Zukunft des Eifeler Stützpunkts weiter unklar. Das berichtet die Internetausgabe des Magazins unter Verweis auf ein aktuelles Briefing des US-Verteidigungsministeriums. Darin ging es um die Zukunft des US-Militärs in Europa und im indopazifischen Raum. Laut dem Bericht hat die US-Luftwaffe bislang nicht bestätigen, dass die unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump angekündigte Verlegung der  F-16-Kampfjetstaffel von Spangdahlem nach Italien  dauerhaft rückgängig gemacht worden sei. „Die Zukunft der Spangdahlem Airbase ist noch unklar“, heißt es wörtlich in der Überschrift des Berichts.

Ende Juli vergangenen Jahres hatte Trumps Verteidigungsminister Esper den Abzug von 12 000 US-Soldaten aus Deutschland angekündigt. Nach den Plänen sollte die in Spangdahlem stationierte F-16-Kampfjetstaffel nach Italien verlegt werden. Von einer solchen Verlegung sollten rund die Hälfte der rund 4000 US-Soldaten betroffen sein, die auf dem Stützpunkt stationiert sind. Die Angehörigen eingerechnet, leben und arbeiten dort fast 11 000 Menschen, darunter 740 deutsche Beschäftigte.

Die neue amerikanische Regierung unter Präsident Joe Biden hatte den von Trump angeordneten Truppenabzug aus Deutschland endgültig auf Eis gelegt. Verteidigungsminister Lloyd Austin werde die Entscheidung „gründlich überprüfen“, hieß es seinerzeit, und nach Rücksprache mit der zivilen und militärischen Führung zu einem Ergebnis kommen.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte im Dezember vergangenen Jahres, sie halte eine Teilverlegung von US-Truppen aus Deutschland auch unter der neuen amerikanischen Regierung für denkbar. Es sei möglich, dass die Pläne der Trump-Administration nicht komplett revidiert würden, meinte die CDU-Politikerin seinerzeit bei einer Videokonferenz mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Fraktionschef Christian Baldauf. Sie rechne aber nicht damit, dass die auf dem Flugplatz Spangdahlem stationierte F-16-Staffel nun doch von den Verlegungsplänen betroffen sein könnte.