Sparkassenkunden legen weniger Geld an

Sparkassenkunden legen weniger Geld an

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse (KSK) Bitburg-Prüm ist trotz rückläufiger Kundeneinlagen zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2012. Vorgestern hat Ingolf Bermes die Bilanz des Kreditinstituts vorgestellt.

Zufrieden: Landrat Joachim Streit, Vorstandsvorsitzender Ingolf Bermes und Vorstandsmitglied Reinhold Maas.Foto: Mandy Radics.

Bitburg. "Wir können und wollen keine Preisführer sein, wir wollen Qualität bieten", erklärt Ingolf Bermes, Vorstandsvorsitzender der KSK beim Treffen vorgestern. Dort wurde die Bilanz 2012 vorgestellt - von einem Sparkassen-Team, dass sich sichtlich zufrieden in seinen Stühlen zurücklehnt. Denn das Jahr 2012 ist trotz Finanzkrise gut gelaufen.
Ihr 154. Geschäftsjahr schließt die KSK mit einer Bilanzsumme von 1,293 Millionen Euro. "Vor dem Hintergrund der Investitionstätigkeit unserer Kunden sind wir mit der Entwicklung der Kundeneinlagen zufrieden", sagt Bermes. Die Einlagen liegen bei 988 Millionen Euro, ein leichter Rückgang gegenüber 2011, wo sie die Milliardengrenze geknackt hatten. Das läge an dem sensationell niedrigen Zinssatz, der die Kunden veranlasst, zu investieren, so Bermes. "Viele Privatbanken halten sich momentan auch bei der Kreditvergabe zurück, wir nicht", sagt Vorstandsmitglied Reinhold Maas. Das Kundenkreditvolumen beträgt zum Jahresende 762 Millionen Euro. Rund 140 Millionen Euro Neukredite wurden vergeben. Davon entfällt die eine Häfte auf Privatpersonen, die andere auf Selbstständige. Auf ihrer stabilen finanziellen Lage will sich die Sparkasse jedoch nicht ausruhen. "Auch wir müssen betriebswirtschaftlich denken", erklärt Bermes. In den vergangenen beiden Jahren hat das Unternehmen deshalb seine internen Arbeitsweisen optimiert. Die Mitarbeiter wurden laut Bermes in das Verfahren einbezogen. "So konnten durch Altersteilzeitverträge und optimiertes Arbeiten Personalkosten gespart werden." Die 25 Filialen bleiben, verspricht Bermes. "Für 2013 sind keine Schließungen geplant." Trotzdem müsse man über kleine Ein-Mann-Geschäftsstellen nachdenken.
Doch im vergangenen Jahr hat die KSK kräftig investiert und die Filialen in Dudeldorf, Waxweiler und Daleiden modernisiert. 2013 ist Spangdahlem dran. "Wir wollen in der Fläche präsent bleiben und mit der Zeit gehen", sagt Landrat Streit als Vorsitzender des Verwaltungsrats. MRA