Spaß mit Sid und Diego

TRIER/BOTTROP. Zu einem Ausflug in den Movie Park Bottrop hatte die Firma Gerolsteiner Brunnen die in der Trierer Villa Kunterbunt betreuten schwer kranken Kinder und ihre Familien eingeladen. Rund 120 von ihnen erlebten einen Tag voll Sonnenschein und Spaß.

Der Kampf gegen Krebs, Diabetes mellitus, Mukoviszidose und andere schwere Krankheiten bestimmt den Alltag von Kindern und Familien, die in der Trierer Villa Kunterbunt betreut werden. Wie sie ihn mit Mut und positiver Lebenseinstellung meistern, davon kündete die Ausstellung "Überlebenskunst", die mit Porträts und Aussagen der Kinder und Jugendlichen in der ganzen Region für Bewunderung sorgte - zuletzt in Gerolstein. Das war Anlass für die Firma Gerolsteiner Brunnen, den Kindern und ihren Familien eine besondere Freude zu machen. Sie lud sie zu einem Ausflug in den Movie Park Bottrop ein. Der befindet sich eigentlich schon in der Winterpause, wurde aber für den "Gerolsteiner Fun Day" extra für zehn geladene Kindergruppen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angemietet. Und so brach am frühen Morgen in Trier eine 120-köpfige noch müde, aber erwartungsfrohe Truppe in drei Bussen gen Norden auf. Nach einer mehrstündigen mit Spielen, Vorlesen und Ruhen verbrachten Fahrt leuchteten bei der Ankunft die Gesichter der Kinder und die Bottroper Sonne um die Wette. Um so mehr, als den Trierern ein Empfang durch Jörg Croseck, Sprecher der Geschäftsführung von Gerolsteiner, bereitet und jedem Gast ein Rucksack mit Lunchpaket ausgehändigt wurde. Nachdem sich im bunten Begrüßungsgewimmel die "Filmstars" Sid und Diego aus dem Film "Ice Age" sowie der Rosarote Panther in plüschiger Lebensgröße ein kurzes Stelldichein gegeben hatten, verstreute sich die Gruppe auf Entdeckungstour in den stark frequentierten Vergnügungspark. Während jugendliche Teilnehmer wie Felix (13), Eva und Lena, beide 15 Jahre, zielstrebig auf die Achterbahnen zusteuerten, wandten sich Familien mit jüngeren Kindern den weniger rasanten Vergnügungen zu. Den Kinderkarussells zum Beispiel. Dort konnte auch Anna Metzen mitfahren, die von ihrem Papa Oliver aus dem Rollstuhl auf eine der bunten Figuren gehoben wurde und vor Freude übers ganze Gesicht strahlte. Dann hieß es Geduld haben und Nerven bewahren, denn vor anderen familienfreundlichen Anziehungspunkten hatten sich endlos lange Schlangen gebildet. Glück für Anna und ihre Familie, dass ihnen die fast einstündige Wartezeit vor dem Ice-Age-Erlebnis-Parcours durch aufmerksames Personal erspart wurde. Pyrotechnik und Reifenquietschen

Ohne Stress konnten sie jenseits der Massen in eins der Boote einsteigen, um durch künstliche Fels- und Eiskulissen zu treiben. Plötzlich aufleuchtende "Risse", ein umstürzender Baum und eine Talfahrt waren jedoch nicht so sehr Annas Sache. Unerschrockener zeigte sich Jannik, der mit seiner Familie die mit Pyrotechnik und Reifenquietschen gewürzte Stunt-Show besucht hatte: "Das hat bumm und krach gemacht", äußerte sich der Siebenjährige begeistert und mit entsprechender Gestik. Nicht ganz so froh waren einige Eltern: "Es ist alles sehr teuer hier, viele Aktivitäten kosten extra, und im Vergleich mit anderen Parks gibt es ziemlich wenig Attraktionen", bilanzierten sie. Dennoch gab es ein dickes Lob und Kompliment zum Schluss: "Das war eine sehr, sehr nette Idee von Gerolsteiner", meinte eine Mutter, "und die Kinder hatten Spaß."