Spaten raus, Wasser marsch

Spaten raus, Wasser marsch

Für 4,6 Millionen Euro entsteht in den nächsten Monaten der neue Verwaltungssitz der Kommunalen Netze Eifel in Prüm. Im November 2014 sollen dort rund 30 Mitarbeiter einziehen und die Wasserversorgung im Eifelkreis sicherstellen.

Prüm. Wenn jede Menge Politiker den Spaten zur Hand nehmen und - mehr oder weniger sinnvoll - Sand herumschaufeln, gibt es meistens was zu feiern. In diesem Fall den Baubeginn für das neue, 4,6 Millionen Euro teure Betriebs- und Verwaltungsgebäude der Kommunalen Netze Eifel (KNE) im Niederprümer Industriegebiet "Auf Rietzfeld" (der TV berichtete).
Eineinhalb Jahre wird nun gebaut, im November 2014 sollen rund 30 Mitarbeiter dort einziehen. Eine ihrer Aufgaben ist es, die Wasserversorgung im Eifelkreis zu überwachen. Deshalb entsteht neben dem Verwaltungssitz auch ein Betriebsgebäude mit angeschlossenem Labor zur Wasseruntersuchung. "Das neue Gebäude wird unsere Arbeit sicherlich erleichtern", sagt Günter Meier, der Vorsitzende des Personalrats.
"Das ist für uns heute ein ganz bedeutsamer Termin", sagt Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen, zugleich im Verwaltungsrat und einer der Gründerväter der KNE (siehe Extra). Gemeinsam mit Landrat Joachim Streit begrüßte er die zahlreichen Gäste. "Ich hätte nie gedacht, dass sich die KNE so gut und so toll entwickeln", sagt Jensen. Das neue Gebäude sei sowohl für den Kreis als auch für die Gemeinden wichtig. Die Kooperation von Stadtwerken Trier und dem damaligen Kreiswasserwerk sei ein Meilenstein in der kommunalen Zusammenarbeit.
Prüms Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy freut sich über die Entscheidung, den neuen Sitz in Niederprüm zu errichten. "Ich finde, das ist der Beginn einer sehr positiven Entwicklung." Gemeinsam mit Aloysius Söhngen, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm, freue sie sich, dass damit der Standort Prüm und die gesamte Region für die Zukunft gestärkt werden. "Wir beide glauben auch an die Weiterentwicklung der KNE und dass irgendwann angebaut wird", sagt Weinandy. Der Standort in Niederprüm ist auf alle Fälle gerüstet, denn die nun entstehenden Gebäude können im Falle eines Falles verlängert werden, um zusätzlichen Platz zu schaffen.
Denn offenbar haben auch die Kommunalen Netze in Zukunft einiges vor. Erst im März wurden die Satzung geändert und das Aufgabengebiet erweitert, berichtet Arndt Müller, Vorstand bei den Stadtwerken Trier. Langfristig will man die Menschen im Eifelkreis nicht nur mit Wasser versorgen, sondern möglicherweise auch mit Energie oder anderen netzbezogenen Leistungen. Noch könne man nichts definitiv bekanntgeben, sagt Müller. "Wir sind in Gesprächen."Extra

Die Kommunalen Netze Eifel, hervorgegangen aus dem Kreiswasserwerk, wurden im Januar 2009 als Anstalt öffentlichen Rechts mit Sitz in Prüm gegründet. Vorrangige Aufgabe: die Trinkwasserversorgung im Eifelkreis zu gewährleisten und zu verbessern. Vorgesehen sind allerdings auch Kooperationen mit neuen Geschäftspartnern und eine Ausweitung des Angebots. Die KNE verzeichnen einen Jahresumsatz von etwas mehr als neun Millionen Euro, sie gehören zu 75,1 Prozent dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und zu 24,9 Prozent den Stadtwerken Trier. fpl

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