SPD Obere Kyll: Neuer Vorstand, Kritik an Reform
Reuth · Der SPD-Ortsverein Obere Kyll hat in Reuth seinen Vorstand neu gewählt. Angeführt werden die Genossen nun von Carsten Ganser aus Feusdorf und der zweiten Vorsitzenden Ulrike Erb-May aus Jünkerath.
Reuth. Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Obere Kyll im Gemeindehaus Reuth: Auf der Tagesordnung standen neben dem Jahresbericht des Vorstands und aktuellen politischen Themen auch Neuwahlen. Dabei machten die Sozialdemokraten den 36-jährigen Feusdorfer Carsten Ganser, bisher Stellvertreter und zugleich auch Kreisgeschäftsführer der Partei, für die kommenden zwei Jahre zum Vorsitzenden, zu seiner Stellvertreterin wurde Ulrike Erb-May aus Jünkerath gewählt. Der bisherige Vorsitzende Elk Rohde trat nicht mehr zur Wahl an, bleibt aber als Schriftführer dabei. Dem neugewählten Duo stehen weiterhin Elisabeth Rohde als Kassiererin, Elk Rohde (beide Jünkerath), sowie als Beisitzer Walter Esch (Schüller), Ewald Hansen (Reuth), Rudolf Heinzelmann (Steffeln), Martin Löhnertz (Esch) und Franz-Josef Simonis (Jünkerath) zur Seite.
Fusion vorantreiben
Ganser formulierte die Ziele und Aufgaben des neuen Führungsgremiums: Es gehe darum, "der SPD an der Oberen Kyll wieder mehr Profil in ihrer politischen Arbeit zu verleihen." So habe es viele Projekte gegeben (Fairplay-Arena, Umbau Bahnhof Jünkerath, Kylltal-Radweg), die nicht zuletzt "durch unser Engagement und unseren Einfluss in den zuständigen Gremien und durch die Unterstützung der SPD-geführten Landesregierung bei uns realisiert werden konnten. Leider haben wir es aber oftmals versäumt, unsere Erfolge auch den Bürgern darzustellen."
Sehr kritisch sieht man aber auch die Situation bei der Kommunalreform: Die Verbandsgemeinden (VG) Obere Kyll und Prüm wollen bekanntlich kreisübergreifend fusionieren - es sei aber, sagt Ganser, "nicht zielführend, wenn nun durch verschiedene Stellen künstlich weiter der Prozess verlangsamt wird".
Wie bereits berichtet, hat die Landesregierung den Fortgang auf die Zeit nach der Landtagswahl im März verschoben. Ganser: "Jeder vertane Monat kostet die beiden Verbandsgemeinden unnötig Geld, das man nach einem Zusammenschluss sinnvoller ausgeben oder aber einsparen könnte." Die Genossen forderten in Reuth, dass die neue kreisübergreifende VG spätestens zum 1. Januar 2017 an den Start gehen kann.
In der kommenden Woche will die Partei deshalb auch ein Gespräch mit den Landeskollegen in Mainz führen - mit Unterstützung aus der Abteistadt, wie Alois Tautges von der Prümer SPD zum TV sagt, der den Termin gemeinsam mit dem Bitburg-Prümer Kreisvorsitzenden Nico Steinbach anregte. fpl