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Speicher will ein öffentliches W-Lan-Netz aufbauen

Stadt hat Interesse bei Firma Innogy bekundet : Speicher will öffentliches W-Lan-Netz aufbauen

Durchschnittlich 85 Mal am Tag schauen die Deutschen auf ihr Handy. Auch unterwegs surfen viele im Netz, chatten auf WhatsApp oder scrollen durch Facebook. Zumindest dann, wenn sie Empfang haben.

Das ist vor allem in der Eifel mit all ihren Funklöchern nicht selbstverständlich. Denn noch immer lässt die Mobilfunkverbindung in vielen Ortschaften zu Wünschen übrig (der Trierische Volksfreund berichtete mehrfach).

Abhilfe schaffen könnten frei zugängliche W-Lan-Hotspots. Auch hier ist Deutschland aber, im Vergleich zu Nachbarn wie Großbritannien oder etwa Estland, noch Entwicklungsland. In Speicher will man das nun ändern.

Zumindest auf dem Marktplatz, nahe des Heimatmuseums in der Jacobsstraße und im Schul- und Sportzentrum würde die Gemeinde  Speicher gerne öffentliche Hotspots aufbauen. Ein großer Teil der Innenstadt wäre damit abgedeckt. Dieses Vorhaben, aus einem Antrag der CDU-Fraktion hervorgegangen, hat das Gremium nun einstimmig abgesegnet.

Angestrebt wird ein Vertrag mit dem Versorger Innogy für mindestens drei Jahre. Die Installation der Geräte würde die Stadt Speicher, nach ersten Schätzungen, einmalig rund 17 500 Euro kosten. Zudem würden jährliche Servicekosten von etwa 750 Euro fällig.

Allein stemmen muss die Stadt dies allerdings nicht. Die Anschaffung der Anlagen zumindest fördert die Europäische Union mit rund 70 Prozent aus dem Leader-Programm. Und die Zusage der Lokalen Aktionsgruppe Bitburg-Prüm für die mehr als 10 000 Euro aus Brüssel haben die Speicherer schon.

Wann die Hotspots installiert werden, ist noch unklar. Ihr Interesse hat die Stadt bei der Firma Innogy aber inzwischen bekundet.