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Speicherer wollen ihre Schulen retten

Speicher. Nicht die Schulen kaputtreden, sondern etwas für ihren Erhalt tun: Eltern aus Speicher haben sich zu einer Initiative formiert, um den Schulstandort zu sichern.

Speicher. Wie es mit der Haupt- und der Realschule in Speicher weitergeht, ist ungewiss. Wie berichtet sind die bisher gestellten Anträge des Kreises, in Speicher eine Integrierte Gesamtschule (IGS) oder eine Realschule plus einzurichten, gescheitert. Sollten bis 2013 die Haupt- und die Realschule nicht in einer dieser Schulformen miteinander verschmolzen sein, droht den beiden Einrichtungen das Aus. Ein Aufnahmestopp für Schüler und einige Jahre später die Schließung der Schulen wären die Folgen.
Kein Kind muss wechseln


So weit soll es aber nicht kommen, wenn es nach einigen Eltern aus Speicher geht. Sie haben eine Elterninitiative gegründet und sich gestern zu einem ersten Treffen mit dem Rektor der St.-Michael-Hauptschule Speicher, Otto Böcker, zusammengefunden. Die Eltern um die Gründer der Gruppe, Lothar Heidgen und Jasmin Krämer, sehen ihre Situation als zu negativ dargestellt. Es müsse darum gehen, den Eltern klarzumachen, dass mit etwas mehr als 50 Anmeldungen eine Realschule plus immer noch möglich sei "und mit 76 Anmeldungen auch die IGS noch mal ins Spiel kommt", wie Böcker ergänzend erklärte.
Diese Zahlen seien durchaus zu erreichen, man dürfe die Eltern nur nicht abschrecken, indem man die Speicherer Schulen kaputtrede, sagten die Eltern gestern.
"Außerdem haben alle Kinder, die derzeit hier zur Schule gehen und alle, die noch angemeldet werden, eine Bestandsgarantie", erklärte Böcker. Also müsse auch im Fall einer Schließung der Speicherer Schule kein Kind wechseln und alle könnten ihre Abschlüsse wie geplant an ihrer Schule erreichen. sve
Ein ausführlicher Bericht zur Elterninitiative und ihren Vorhaben folgt.