spielplätze

Zu unserem Bericht "Wo Kinder toben, verstehen Eltern wenig Spaß" (TV vom 27. Februar) über das neue Spielplatz-Konzept der Stadt Bitburg schreibt diese Leserin:

Es ist gut, dass sich Rat und Verwaltung der Stadt Bitburg mit den Spielplätzen beschäftigen. Nicht so gut ist, dass die Nachbarn und Bürger erst im Nachhinein beteiligt werden. Es hat uns sehr erschreckt, dass mehr als ein Drittel der Spielplätze in Bitburg geschlossen werden soll. Dies wäre vielleicht kein Problem, wenn Bitburg eine schrumpfende Stadt wäre. Bitburg wächst: einmal durch Neubaugebiete, zum anderen durch die ständige Verdichtung in alten Einfamilienhaussiedlungen. Dadurch, dass hier wie dort Grundstücke immer kleiner werden, Bäume und Grünflächen Stellplätzen und Kiesbetten weichen müssen, fehlen Spielmöglichen und Ruhezonen. Dort, wo die Stadt nach ihrem Spielplatzkonzept heute noch fehlende Kinder für die alten kleinen Spielplätze glaubt, werden in zehn bis 15 Jahren mehr Familien, mehr Menschen, mehr Kinder auf engerem Raum leben. Die Investoren in der Stadt und der Preis geben hier die Größe der Wohnungen vor. Die Stadtverwaltung erweist sich und uns als Steuerzahlern einen Bärendienst, wenn sie jetzt kurzfristig ein Drittel der Spielplätze wegwischt. Der Bürgermeister und der Stadtrat, die in 15 Jahren das Sagen haben, werden dann fehlende Flächen beklagen und auf unsere Kosten wieder Grundstücke aufkaufen. Ich verstehe, dass man sparen will. Ich verstehe, dass man Spielplätze auch gut ausstatten will. Aber was wollen die Kinder von heute? Mit ihnen hat keiner gesprochen! Unverständlich ist der Glaube, große zentrale Spielplätze würden Eltern und Kindern zusagen. Im Gegenteil, jedes Quartier sollte seinen Spielplatz haben: Dann reicht auch mal ein Bolzplatz oder ein Basketballkorb. Es muss nicht immer Kaviar sein - wir wollen einfach nur unsere Spielplätze erhalten!!! Evelyne Neises, Bitburg