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Spitze Spritze fürs Stadion Prüm

Spitze Spritze fürs Stadion Prüm

Goldene Pläne und Konjunkturprogramme: Bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Eifelkreis Bitburg-Prüm beschloss das Gremium im Prümer Konvikt, welche Projekte im kommenden Jahr mit Geld vom Land gefördert werden sollen.

Prüm. Fünf Tagesordnungspunkte, zwei Minuten Beschlussfassung. Es ging richtig schnell in der letzten Sitzung des aktuellen Kreis-Jugendhilfeausschusses am Montag im Prümer Konvikt. "Weil das alles seit heute Morgen schon vorbereitet worden ist", sagte der Vorsitzende Michael Billen (CDU).

Keine Diskussionen also - und alle Entscheidungen fielen einstimmig. Freuen darf man sich darüber vor allem am Ort der Zusammenkunft: Die Stadt Prüm soll 2010 für den Umbau der Sportanlage "In der Dell" 296 000 Euro vom Land erhalten, das sind 40 Prozent der Gesamtkosten von 740 000 Euro.

Weiter unten auf der Liste: Die Verbandsgemeinde Kyllburg und die Sanierung der dortigen Sportanlage sowie die Ortsgemeinde Speicher, wo ein Kunstrasenplatz entstehen soll. Beide Projekte erhielten grünes Licht im Ausschuss - allerdings macht Billen wenig Hoffnung auf die Umsetzung aus dem Sportförderprogramm ("Goldener Plan") schon im kommenden Jahr: "So viel Geld ist nicht da."

Zumindest für Kyllburg bestehe die Möglichkeit einer Unterstützung im Rahmen des Konjunkturprogramms II (der TV berichtete) - das Projekt steht dort nämlich auf Rang eins der sogenannten Reserveliste. Diese Liste wurde vom Innenministerium aufgestellt für den Fall, dass bei anderen, bereits bewilligten Projekten Geld gespart wird oder diese gar nicht verwirklicht werden können. Sollte dies irgendwo in Rheinland-Pfalz geschehen, kommen Kyllburg und andere Gemeinden vielleicht doch in den Genuss einer Förderung.

Weitere Projekte stehen ebenfalls auf der Vorschlagsliste, an der sich das Land bei seinen Zuschuss-Entscheidungen orientiert: Dazu zählen Neubauten und Sanierungen von Sportstätten in Ferschweiler, Schwirzheim oder Irrel. Allerdings ist die Umsetzung noch nicht absehbar.

Die weiteren Punkte hakte Billen unter dem Motto "Alle Jahre wieder" ab: Die Aidshilfe Trier erhält wie immer einen Kreiszuschuss über die Summe von 300 Euro, die Einrichtung eines offenen Jugendtreffs in Körperich wird mit 980 Euro unterstützt, für den Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" stellt der Kreis 1241 Euro bereit.

Das war's dann auch schon. Mit dem neuen Kreistag wird auch der Jugendhilfeausschuss eine neue Zusammensetzung erhalten. Billen, seit 15 Jahren Vorsitzender, dankte allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit: "Wir haben deutlich gemacht, dass wir ein Ausschuss sind, der sich nicht von parteipolitischen Linien leiten lässt. Und wir haben die Gesamtkosten für die Jugendarbeit sogar stabil gehalten." Diese Zahl liegt für alle betreuenden ambulanten und stationären Maßnahmen - wie die Sozialarbeit in Familien oder Unterbringung eines Kindes im Heim - seit 2003 konstant bei etwa 5,5 Millionen Euro.