Sportler hoffen auf große Turnhalle

Bitburg · Der Eifelkreis Bitburg-Prüm will klagen, um für Bitburg eine große Sporthalle zu erkämpfen. Ein Engagement, das der rheinland-pfälzische Handballverband begrüßt, dessen Sportler bei Wettkämpfen in Bitburg derzeit auf eine einzige Halle angewiesen sind.

Bitburg. Nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer verfolgen interessiert, wie es im Streit um die marode Turnhalle des St.-Willibrord-Gymnasiums weitergeht: Der Eifelkreis will als Schulträger nun vor Gericht ziehen, weil die Schulaufsicht in Trier sich weigert, eine drei Felder große Halle zu fördern (der TV berichtete). Lediglich für zwei Felder will das Land Geld bereitstellen.
Auch Sportvereine haben ein großes Interesse an einer möglichst großen Turnhalle. Darunter der Bitburger Turnverein, den es reichlich Mühe gekostet hat, Volleyballer, Basketballer und Judoka auf Ausweichquartiere zu verteilen. Aber auch Herbert Schumacher, Vizepräsident des Handballverbands Rheinland, wünscht sich für Bitburg dringend eine Dreifeldhalle.
Ist der Handballsport doch auf eine große Spielfläche von 20 mal 40 Metern angewiesen. "Der TV Bitburg mit einer der größten Handballabteilungen in unserem Verbandsgebiet und einer hervorragenden Nachwuchsarbeit ist bisher im Wettkampfbetrieb ausschließlich auf die Sporthalle der Edith-Stein-Schule angewiesen", sagt er. Der Spielplan könne für die Vielzahl der Jugendmannschaften so nicht flexibel gestaltet werden. Das führe auch zu einer Beschränkung im Trainingsbetrieb. Eine zweite große Turnhalle könnte die Situation erheblich entspannen.
Während der Eifelkreis betont, dass es ihm ausschließlich darum gehe, die Schulen mit den nötigen Hallenflächen zu versorgen, weist Schumacher darauf hin, dass die mit öffentlichen Mitteln errichteten Turnhallen laut Sportförderungsgesetz von Rheinland-Pfalz nicht nur für den Schulsport, sondern auch und im Besonderen dem Vereins- und Breitensport zur Verfügung gestellt werden müssten. "Eine ausschließliche Beurteilung der Größe nach Schülerzahlen und deren Entwicklung ist daher den heutigen Anforderungen nicht mehr angemessen", findet Schumacher. Wie viele Felder die neue Bitburger Sporthalle braucht, wird nun ein Gericht entscheiden. kah