Sportplätze im Islek: Verbandsgemeinde Arzfeld will nicht mehr zahlen

Sportplätze im Islek: Verbandsgemeinde Arzfeld will nicht mehr zahlen

Die Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld will sich von drei zentralen Sportanlagen in Waxweiler, Daleiden und Arzfeld trennen. Ab Januar sollen die Ortsgemeinden die Plätze und damit die Pflege übernehmen. Die Beschlüsse dazu treffen die Ortsgemeinderäte in den kommenden zwei Wochen.

Arzfeld/Waxweiler/Daleiden. 40 Jahre lang hat sich die Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld drei zentrale Sportanlagen in Arzfeld, Waxweiler und Daleiden geleistet. Doch damit soll bald Schluss sein. Möglichst schon Anfang des nächsten Jahres sollen die betreffenden Ortsgemeinden Eigentümer der Plätze werden und damit auch die Verantwortung übernehmen.
"Seit einem halben Jahr führen wir mit den einzelnen Ortsgemeinden diesbezüglich Gespräche", sagt Andreas Kruppert, Bürgermeister der VG Arzfeld. Da die VG am kommunalen Entschuldungsfonds teilnimmt, müssen freiwillige Leistungen gekürzt werden. Dazu zählen auch die drei Sportanlagen, die 57 000 Euro an Unterhalt im Jahr kosten. "Wir wollen uns nicht komplett aus der Verantwortung ziehen, denn auch zukünftig sollen die Plätze bei schlechter Witterung allen Vereinen als Alternative zur Verfügung stehen und dafür werden wir auch einen Obolus beisteuern", sagt Kruppert.
Eine Alternative wäre, die VG-Umlage um zwei Prozentpunkte von 46,90 auf 48,90 Prozent zu erhöhen und damit den Unterhalt der Plätze zu finanzieren. Doch dann würden auch die Ortsgemeinden zur Kasse gebeten, die eigene Plätze unterhalten und damit schon finanziell belastet sind. Ein Modell, das in den anderen 40 Ortsgemeinden auf wenig Gegenliebe trifft.
Als es noch die Hauptschulen in Waxweiler und Daleiden gab, hatten die zentralen Sportanlagen ihre Berechtigung, sagt Kruppert. Doch seit diese geschlossen wurden, bestehe kein Grund mehr, dass die VG weiter Träger dieser Einrichtungen sei. Nun müsse eine Gleichbehandlung aller Ortsgemeinden angestrebt werden.
Krux an der Sache ist, dass in Arzfeld und Daleiden die Plätze saniert wurden, während der Hartplatz in Waxweiler marode ist.
Ein Ingenieurbüro ermittelt zurzeit den Zustand des Platzes und den Sanierungsbedarf. "Wir müssen da vonseiten der VG noch was geraderücken, bevor wir den Platz an die Ortsgemeinde abgeben", sagt Kruppert.
Die Ortsgemeinde Waxweiler sei an einem Erhalt des Sportplatzes weiter interessiert, versichert Ortsbürgermeister Klaus Juchmes. "Im Interesse unseres Vereins und der Jugendlichen müssen wir die Anlage vorhalten."
Mit dem Sportverein habe man bereits Gespräche geführt. Wie weit die Gespräche gediehen sind, dazu möchte sich Ariane Last, erste Vorsitzende des Sportvereins Waxweiler, jedoch nicht äußern. "Ich hoffe, dass wir den Sportplatz in Waxweiler erhalten können. Das wäre für eine so große Gemeinde schon wichtig. Zumal auch die Kinder der Grundschule und des Kindergartens den Platz nutzen können", sagt sie.
Eine erste Initiative des Sportvereins gibt es schon: Am Sonntag, 9. Dezember, um 10 Uhr im Hotel Hoss in Waxweiler soll der Förderverein Rasensportanlage Waxweiler gegründet werden. Interessierte sind willkommen.
Die Überschreibung der Sportplätze wird ein Thema in den nächsten Sitzungen der verschiedenen Ortsgemeinderäte sein: in Daleiden am Montag, 19. November, in Arzfeld am Dienstag, 20. November, und in Waxweiler am Montag, 26. November. Am Donnerstag, 6. Dezember, wird der Verbandsgemeinderat Arzfeld sich mit dem Thema befassen.