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Springprozession in Echternach zieht tausende Pilger an

Brauchtum : Wenn der Bischof durch die Straßen springt

Weit mehr als 10 000 Pilger haben am Dienstag an der Echternacher Springprozession teilgenommen. Zu Ehren des heiligen Willibrord springen die Gäubigen seit Jahrhunderten am Dienstag nach Pfingsten zur Echternacher Basilika. Dort befindet sich das Grab des Heiligen, der im Jahr 739 starb.

Gesprungen wird zu Polkamelodien durch die Straßen der luxemburgischen Stadt. Seit 2010 gehört die Springprozession zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit.

Der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Hollerich sieht das Spektakel allerdings in Gefahr. Der Grund: Im Großherzogtum soll der Pfingstdienstag ab 2019 kein Feiertag mehr sein. In seiner Ansprache vor der Prozession sagte Hollerich dies sei nicht nur eine „Sauerei, sondern ein Verstoß gegen das Menschenrecht der Religionsfreiheit.“

In Deutschland ist der Dienstag längst kein Feiertag mehr. Und das halte viele auch vom Pilgern ab, sagt der Initator der Prümer Wallfahrer Alois Engel. Die Sorgen des Bischofs seien also berechtigt.

Die Pilger schien die ganze Debatte aber aber nicht zu schrecken. Hier einige Bildimpressionen aus diesem Jahr.