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Spuren des Zweiten Weltkriegs

Spuren des Zweiten Weltkriegs

Haubitzengeschosse und andere Munition hat der Kampfmittelräumdienst in einem Gelände direkt neben der Regionalen Schule in Bleialf gefunden. Heute soll das Gelände komplett von den Munitionsresten gesäubert werden - die Schule bleibt geschlossen.

Bleialf. Große Aufregung an der Regionalen Schule in Bleialf: In einem Grundstück direkt neben dem Schulgebäude ist Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. "Es handelt sich allem Anschein nach um Geschosse für deutsche Feldhaubitzen und andere Kampfmittel", sagt Horst Lenz vom Kampfmittelräumdienst in Trier. Aber Genaueres könne man erst am heutigen Dienstag sagen.

Dann soll in weiteren Probegrabungen ermittelt werden, wie viel Munition sich noch im Erdreich verbirgt und worum es sich genau handelt.

Erste Funde bereits im Januar



Bereits Anfang Januar waren bei Bauarbeiten im Bereich der Schule Munitionsüberreste gefunden worden.

Daraufhin hatte der Kampfmittelräumdienst das komplette Gelände mit einem Metalldetektor abgesucht und war in dem jetzt betroffenen Gelände fündig geworden. "Doch man konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, ob das wirklich Munition war oder nur ein alter Eimer", sagt Peter Hillen von der Verbandsgemeinde Prüm. Denn die Erde sei noch hart gefroren gewesen, so dass man nicht graben und die Fundstellen genauer untersuchen konnte. Nach dem Ende des Bodenfrosts hat der Kampfmittelräumdienst das Gelände gestern erneut abgesucht.

Bei Probegrabungen stieß man dann auf die Haubitzenmunition.

Am heutigen Dienstagmorgen sollen die Untersuchungen weitergehen und das Gelände komplett von der Munition befreit werden. Dazu bleibt die Schule geschlossen. "Eine Vorsichtsmaßnahme", sagt Schulleiter Udo Stein. Die Probegrabung wurde unterdessen wieder zugeschüttet und die Nacht über von zwei Leuten der Feuerwehr abgesichert. "Damit niemand auf die Idee kommt, da selbst ein bisschen zu graben", sagt Hillen.

Er gehe davon aus, dass man nach dem Krieg alte Munition in einen Trichter geworfen und ihn dann zugeschüttet habe. "Damit die Kinder nicht damit spielen."

In der Schule war die Lage am Montag gelassen.