St. Thomas soll noch schöner werden

In St. Thomas sollen im Rahmen der Dorferneuerung unter anderem die alte Schule und das Feuerwehrhaus vergrößert und saniert werden. Um an Fördergelder in Höhe von 330 000 Euro zu kommen, hat die Gemeinde Innenminister Karl Peter Bruch eingeladen.

Verschönerungsbedarf mitten im Ort: St. Thomas will die alte Schule und das im hinteren Bereich daran angrenzende Feuerwehrhaus möglichst bald sanieren. TV-Foto: Lydia Vasiliou

Bitburg. Großes hat die Gemeinde St. Thomas in der Verbandsgemeinde (VG) Kyllburg vor. 317 Einwohner zählt der Ort, 38 von ihnen sind mit Zweitwohnsitz gemeldet. Auffallend ist die verhältnismäßig große Zahl an Niederländern im Dorf: Sie haben in St. Thomas bereits 14 Häuser gekauft.

Der Gemeinde ist es ein Anliegen, die Attraktivität des idyllischen Kylltalortes weiter zu steigern - auch um Touristen anzuziehen. Um das zu ermöglichen, fiel im Jahr 2004 die Entscheidung für ein Dorferneuerungskonzept: Ein Planungsbüro wurde beauftragt, ein solches Konzept zu erstellen.

Vor allem die alte Schule und das unmittelbar angrenzende Feuerwehrhaus sind in einem Zustand, der dringend verbessert werden muss. Nicht zuletzt auch aus ästhetischen Gründen, denn das Gebäude liegt mitten im Ort und am vielbefahrenen Kylltalradweg. Zusätzlich werde an ein Gastronomiekonzept gedacht, sagt Rosa Vollmuth vom gleichnamigen Planungsbüro aus Kanzem.

Für Ortsbürgermeister Bernd Heinicke ist es wichtig, ein Gemeindehaus zu haben, damit die Vereine über eine Unterkunft und über Räumeverfügen, in denen Feste gefeiert werden können. Zu dem Zweck soll nun die alte Schule saniert und um einen Anbau erweitert werden.

"Wir müssen den Brandschutz verbessern, und die Fenster und Inneneinrichtungen sind alt", sagt Heinicke. Ein Anbau soll auch die Platznot beseitigen.

Minister hat die Lage sondiert



"Das dorfprägende Haus soll erhalten bleiben - auch im Zusammenhang mit dem nicht weit entfernten Kloster", betont der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kyllburg, Bernd Spindler. Die Bauarbeiten sollen gleichzeitig mit dem Feuerwehrhaus erfolgen, das im hinteren Bereich unmittelbar an das alte Schulgebäude angrenzt. Rund 360 000 Euro kosten die Umbau- und Sanierungsarbeiten an der alten Schule. Davon sind 330 000 Euro förderfähig.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Karl Peter Bruch hat sich die Situation angesehen, in Sachen Fördermittel aber noch keine Antwort erteilt: "Im Moment gibt es Konkurrenz zu anderen Maßnahmen im Kreis." Das Konjunkturprogramm II sei bereits ausgelaufen, sagte Bruch. Was aber nicht heiße, dass nicht vielleicht noch Geld davon da ist. Dann müsste noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden und das Projekt bis 2011 fertig sein.

Eine andere Möglichkeit der Förderung bietet das Dorferneuerungsprogramm, wobei St. Thomas laut Minister Bruch "in der Priorität noch nach vorne kommen muss". Daher könne sich das Ganze in diesem Ort bis zu zwei Jahre verzögern.

Dabei spielt auch eine Rolle, dass zur Sanierung des Feuerwehrhauses bereits ein positiver Bescheid von Land und VG-Verwaltung aus einem anderen Fördertopf vorliegt. Bruch schlägt vor, die beiden Projekte Feuerwehr- und altes Schulhaus als Einheit zu sehen. Dann dürfe aber mit den Arbeiten am Feuerwehrhaus noch nicht begonnen werden. Das sahen die Bürger aus St. Thomas auch ein.