Stabiler Strommix aus Sonne und Wind

Stabiler Strommix aus Sonne und Wind

Egal ob Sonne oder Wind: Erneuerbare Energien erzeugen Strom nur mit starken Schwankungen. An der A 60 in Höhe Winringen ist nun eine neue Solaranlage entstanden, die in Kombination mit einem Windrad eine deutlich konstantere Strommenge liefern soll.

Matzerath/Winringen. In Rekordzeit ist seit Anfang Februar entlang der A 60 eine neue Solaranlage aus dem - oder besser: in den Boden gestampft worden. Auf einer Fläche von rund sieben Hektar auf beiden Seiten der Autobahn erzeugen die 21 000 Module künftig drei bis vier Megawatt Strom. Investitionssumme: zehn Millionen Euro.
Die beiden Geschäftsführer des Betreibers Hardtstrom, Hermann-Josef Philipps aus Pronsfeld und Edvard Högner, haben ein neues Konzept entwickelt, das in Rheinland-Pfalz derzeit noch ungewöhnlich sei: Die Solaranlage werde mit einem Windrad kombiniert, sagt Philipps. In direkter Nachbarschaft soll eines der größten Windräder des Eifelkreises entstehen - mit einer Nabenhöhe von fast 150 Metern. Es soll noch einmal rund drei Megawatt Strom erzeugen. Damit könnte die Kombinationsanlage bis zu sieben Megawatt Strom erzeugen. Die Energie reicht aus, um rund 1500 Haushalte pro Jahr zu versorgen.
Doch den Betreibern geht es nicht um maximale Strommengen. Der Vorteil der Anlage liege in der Kombination der beiden regenerativen Energien. "Es ist ja selten so, dass die Sonne stark scheint und dazu noch starker Wind weht", sagt Philipps. Das Windrad könne deshalb sehr gut die Zeiten ausgleichen, in denen die Solaranlage weniger Strom erzeuge, also bei bedecktem Himmel, im Winter oder nachts. Deshalb würden sich die beiden Anlagen sehr gut ergänzen. Gesteuert werde die Einspeisung vollautomatisch per Computer.
Das sei die Voraussetzung dafür, dass die Anlage gewinnbringend arbeitet. Denn die vom Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) garantierte Einspeisevergütung ist deutlich geringer geworden. "Wir bekommen nur knapp elf Cent pro Kilowattstunde", sagt Edvard Högner. Vor zwei Jahren lag die Einspeisevergütung noch bei mehr als 20 Cent. red

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