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Stadt Bitburg kommt langsam voran mit dem Radwegekonzept

Mobilität : Radfahren in Bitburg: Viele Wege führen zum Ziel

Die Stadt Bitburg hat das erste Maßnahmenpaket aus dem Radverkehrskonzept beschlossen. Mit der Umsetzung soll Mitte 2022 begonnen werden.

Die Liste, die der Arbeitskreis Radweg zusammengestellt hat und die eine Woche später dem Ausschuss für Bau, Wirtschaft, Verkehr und Klimaschutz vorgelegt wird, ist lang. Sehr lang sogar. Insgesamt 76 Einzelmaßnahmen sind darin aufgeführt.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Randmarkierungen, die auf Straßen und Wegen aufgebracht werden sollen. Und betroffen sind davon vor allem auch Wege am Stadtrand beziehungsweise außerhalb der Kernstadt.Dazu zählen beispielsweise ein Weg zwischen dem Westpark und der Tannenstraße, ein landwirtschaftlicher Weg zwischen der Hüttinger Straße und dem Pfaffenbach oder aber auch ein ebenfalls landwirtschaftlicher Weg zwischen der Flugplatzstraße und Mötsch.

Im Paket enthalten sind darüber hinaus auch andere Maßnahmen wie etwa die Öffnung von Einbahnstraßen (entgegengesetzte Richtung) sowie der Fußgängerzone für Radfahrer, die Einrichtung von Schutzstreifen auf Verkehrsstraßen und nicht zuletzt der Ausbau und Neubau von Radwegen auf bereits vorhandenen Trassen.

Allein für letzteres sind mehr als 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Zuzüglich der übrigen Maßnahmen aus diesem Paket liegen die Investitionen der nun durch den Ausschluss einstimmig beschlossenen Maßnahmen bei mehr als 2,5 Millionen Euro.

Wie Ralf Mayeres, der für die Umsetzung des Bitburger Radverkehrskonzept zuständige Mitarbeiter der städtischen Bauabteilung erklärt, soll Mitte 2022 mit der Umsetzung begonnen werden.

Dass es so lang dauert und die Zeit bis dahin nicht genutzt wird, um zumindest schon mal kleinere Maßnahmen in Angriff zu nehmen, hängt laut Mayeres damit zusammen, dass dieses Paket zunächst erst einmal für die in Aussicht gestellte Förderung geprüft und genehmigt werden müsse. Und da passiere dieses Jahr nicht mehr viel, so der Leiter des städtischen Bauhofs.

„Es bringt nichts, sich jetzt in Einzelmaßnahmen zu verlieren, nur um schneller loslegen zu können“, sagt er. Dem schließt sich auch Michael Ringelstein, Erster Beigeordneter der Stadt Bitburg, an. „Der Beschluss steht ja unter der Bedingung der Förderzusage“, sagt Ringelstein. Von daher sei es sinnvoll, zunächst den Förderbescheid abzuwarten.

Allzu viel Zeit bleibt der Stadt für die Umsetzung ihres Radverkehrskonzepts allerdings nicht mehr. Zumindest nicht, wenn sie dafür auch die bis zu 80-prozentige Förderung aus dem Sonderprogram „Stadt & Land“ in Anspruch nehmen will. Dieses gemeinsame Programm von Bund und Land zur Unterstützung von Investitionen in den Radverkehr läuft nämlich nur bis Ende 2023.

Was der Stadt Bitburg dabei jedoch entgegenkommt, ist ihr bereits vorhandenes Radverkehrskonzept, das vor einigen Jahren durch ein externes Fachbüro erstellt wurde. Darin enthalten sind mehr als 300 Einzelmaßnahmen, von denen sich einige zwischenzeitlich aber bereits erübrigt haben oder aber im Zuge anderer Projekt umgesetzt oder verworfen wurden.

Nach aktuellem Stand sollen insgesamt 126 der im Konzept vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden. Gesamtinvestition: 4,2 Millionen Euro. Sollten alle Einzelvorhaben wie geplant bis Ende 2023 umgesetzt sein, stünde der Stadt ein Zuschuss von knapp 3,17 Millionen Euro in Aussicht.

Der Eigenanteil läge somit bei etwas mehr als einer Million Euro.