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Stadt Bitburg mit Vermarktung im Gewerbegebiet Merlick sehr zufrieden

 Das Gewerbegebiet Merlick wurde vor gut zehn Jahren zum letzten Mal erweitert. Ein weiterer Bauabschnitt ist nicht geplant.TV-Fotos (2): Uwe Hentschel
Das Gewerbegebiet Merlick wurde vor gut zehn Jahren zum letzten Mal erweitert. Ein weiterer Bauabschnitt ist nicht geplant.TV-Fotos (2): Uwe Hentschel FOTO: Uwe Hentschel (uhe) ("TV-Upload Hentschel"
Bitburg. Mit der Erschließung eines weiteren Abschnitts wurde das Gewerbegebiet Merlick vor gut zehn Jahren um 18 Hektar erweitert. Ein Großteil der Fläche ist bereits verkauft, ein weiterer und damit fünfter Bauabschnitt ist derzeit aber nicht geplant. Uwe Hentschel

Mehr als 5,2 Millionen Euro hat die Stadt die Erschließung des vierten Bauabschnitts im Gewerbegebiet Merlick gekostet, knapp fünf Millionen Euro soll der Verkauf der Baugrundstücke insgesamt bringen. Null auf null wird die Sache damit am Ende also nicht aufgehen. Unterm Strich aber ist das Projekt für die Stadt auf jeden Fall ein Gewinn. Denn wo sich neue Unternehmen ansiedeln, entstehen auch neue Arbeitsplätze.

Und je mehr Betriebe entstehen, desto höher sind in der Regel auch die Gewerbesteuereinnahmen. 2004 wurde das Gewerbegebiet um weitere 182 600 Quadratmeter Bauland erweitert. Und die Nachfrage sei nach wie vor sehr gut, sagt Werner Krämer von der Stadtverwaltung. So seien erst vor wenigen Wochen zwei weitere Grundstücke verkauft worden. Die Firma Thibol habe rund 3300 Quadratmeter als Erweiterungsfläche erworben, und das Unternehmen Tortechnik Schilz habe ein knapp 8100 Quadratmeter großes Grundstück gekauft. Verfügbar sind damit noch zirka 45 000 Quadratmeter, wobei auch davon eine mehr als 13 000 Quadratmeter große Fläche bereits reserviert ist.

Die Raiffeisen Rhein-Ahr-Eifel Handelsgesellschaft möchte dort einen Raiffeisenmarkt errichten - ein Vorhaben, für das zunächst der Bebauungsplan geändert werden muss und das in den städtischen Gremien durchaus umstritten ist. Raiffeisen plant auf dem Gelände unter anderem nämlich auch die Errichtung von fünf rund 30 Meter hohen Getreidesilos. Und da das entsprechende Grundstück im Süden des Gewerbegebiets liegt, wären diese Silos so ziemlich das Erste, was man von Bitburg zu Gesicht bekommt, wenn man sich der Stadt aus Richtung Trier nähert. Langfristig umgehen könnte die Stadt diesen Anblick, wenn sie das Gewerbegebiet noch weiter nach Süden ausdehnen würde, also einen fünften Erschließungsabschnitt des erfolgreichen Gewerbegebiets in die Wege leiten würde. Wie Krämer erklärt, ist das derzeit aber kein Thema. Schließlich gebe es ja noch genug freie Flächen auf dem Flugplatz. Die gibt es in der Tat: Nach der Erschließung des B-Shelter-Bereichs im vergangenen Jahr stehen dort aktuell insgesamt rund 500 000 Quadratmeter Gewerbefläche zur Verfügung. So schnell geht der Stadt das Angebot also nicht aus.Extra

Angefangen hat die Entstehung des Gewerbegebiets Merlick mit dem Entschluss der Bitburger Brauerei, die Produktionsstätte aus dem Norden und damit auch aus der Innenstadt an den jetzigen Standort zu verlagern. 1973 begann die Stadt damit, weitere Gewerbeflächen in Bitburgs Süden zu erschließen. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Bereich noch landwirtschaftlich genutzt. Mitte der 80er Jahre wurde aufgrund steigender Nachfrage dann mit Merlick II der nächste Abschnitt erschlossen, 1990 folgte Merlick III. Als Mitte der 90er Jahre von den bis dahin erschlossenen 98 Hektar rund 60 Hektar vermarktet waren, ging man in der Stadt noch davon aus, dass die restlichen 38 Hektar den weiteren Bedarf bis ungefähr 2010 decken würden. Weil aber nur fünf Jahre später schon fast alles weg war, entschied sich die Stadt bereits zur Jahrtausendwende dazu, neue Gewerbeflächen zu schaffen. So wurde vor gut einem Jahrzehnt Merlick IV erschlossen. uhe