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Stadt Bitburg schließt öffentliche Toilette auf Beda-Platz

Stadtentwicklung : Unzumutbar für Reinigungspersonal und Besucher - Bitburgs ekligste Toilette bleibt geschlossen

Während die öffentlichen Toiletten in Bitburg derzeit für Besucher hergerichtet werden, ist das Klo am Beda-Platz durch starke Verschmutzungen und Vandalismus nicht mehr benutzbar. Die Stadt zieht nun Konsequenzen.

Wer die Stufen zur Herrentoilette hinunter steigt, muss aufpassen, wo er hintritt. Denn sie sind nicht nur übersät mit Scherben und Müll, sondern enden auch in einer braunen Lache. Um was es sich bei der Brühe vor der Tür zum Klo und auch bei den Flecken an der Wand handelt, dürfte hier schon jedem klar sein. Denn der Gestank nach Kot und Urin ist nicht zu ignorieren.

Nun haben öffentliche Toiletten allgemein nicht den Ruf, besonders sauber oder einladend zu sein. Das WC am Bitburger Beda-Platz aber setzt in punkto Ekelfaktor neue Maßstäbe. Obwohl sie so zentral gelegen ist, ist diese Anlage, ohne Zweifel, das ekelhafteste Klo der Stadt.

Immer wieder, heißt es von Stadtsprecher Werner Krämer, komme es dort zu Vandalismus und „übelsten Verschmutzungen.“ Worüber sich die Anwohner zwischen den Banken und dem Haus Beda ärgern. Daraus zieht man im Rathaus nun Konsequenzen. Die Stadt, heißt es auf TV-Anfrage, werde die Toilette schließen. Und zwar für immer.

Dass sie bereits seit Monaten dicht ist, ist eine Folge der Corona-Pandemie. Die allermeisten öffentlichen Klos wurden abgesperrt, um Abstands- und Hygieneregeln Rechnung zu tragen. Doch noch nicht mal der verriegelte Eingang hielt die Leute davon ab, hier ihr Geschäft zu erledigen. „Sogar die Schilder, dass die Anlage geschlossen ist, wurden weggerissen. Dann verrichteten irgendwelche Zeitgenossen ihre Notdurft vor der geschlossenen Tür“, sagt Krämer.

Während die städtischen WCs am Friedhof Kolmeshöh, im Borenweg und am Grünen See derzeit für die Öffnung hergerichtet und repariert werden, wird das Ekel-Klo am Bedaplatz also nicht mehr aufmachen. „Es ist tatsächlich keinem Reinigungspersonal mehr zuzumuten, hier tagtäglich die Hinterlassenschaften zu entsorgen. Und es ist auch keinem normalen Besucher zuzumuten, diese Toilette zu benutzen“, begründet Pressesprecher Werner Krämer.

Langfristig soll die Anlage im Zuge der Bauarbeiten auf dem Beda-Platz abgerissen werden. Dort sei auch künftig kein öffentlicher Lokus mehr vorgesehen.

 „Sogar die Schilder, dass die Anlage geschlossen ist, wurden weggerissen. Dann verrichteten irgendwelche Zeitgenossen ihre Notdurft vor der geschlossenen Tür“, sagt Werner Krämer von der Stadt über die Toilette am Beda-Platz.
„Sogar die Schilder, dass die Anlage geschlossen ist, wurden weggerissen. Dann verrichteten irgendwelche Zeitgenossen ihre Notdurft vor der geschlossenen Tür“, sagt Werner Krämer von der Stadt über die Toilette am Beda-Platz. Foto: TV/Christian Altmayer

Stattdessen wird die Stadt auf dem Vorplatz des Maximiner Wäldchen mit dem Kiosk auch eine weitere öffentliche Toilette bauen. Dafür allerdings braucht die Gemeinde erstmal Baurecht. Denn für das Büdchen muss der Bebauungsplan des Parks geändert werden. Ralf Mayeres, der dafür zuständige Mitarbeiter im Rathaus, rechnet damit im September.