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Stadt gründet Arbeitskreis für Gedenkarbeit

Stadt gründet Arbeitskreis für Gedenkarbeit

Sie wollen den Opfern ein Gesicht geben: Stadtarchivar Peter Neu und Heimatforscher Stephan Garçon haben dem Stadtrat erste Ergebnisse ihrer Forschung zu den Opfern vorgestellt, die das Nazi-Regime auch in Bitburg gefordert hat. Neu berichtete unter anderem von der Jüdin Sybilla Joseph, die 1938 von den Nazis in die Nervenheilanstalt Andernach verschleppt wurde und dort 1940 starb.

Kurz vor ihrem Tod wog sie nur noch 45 Kilo. Garçon hat sich auf das Schicksal der Zwangsarbeiter konzentriert und konnte unter anderem die Schwester des Polen Julian Spyrka ausfindig machen, die jahrzehntelang nach ihrem Bruder gesucht hat. Er wurde vermutlich in Bitburg erschossen und in einem Massengrab beigesetzt (der TV berichtete).
Auf Anregung von Neu und Garçon soll nun ein Arbeitskreis gegründet werden, in dem auch der Leiter des Kreismuseums, Burkhard Kaufmann, Bürgermeister Joachim Kandels, Bernd Quirin vom Geschichtlichen Arbeitskreis, Werner Pies von der Kulturgemeinschaft sowie Vertreter der Fraktionen prüfen, wie Forschungsergebnisse veröffentlicht werden. Angedacht ist eine Homepage. Auch interessierte Bürger können mitarbeiten. scho