Stadt Prüm sucht kreative Ideen fürs Parkdeck

Entwicklung : Stadt Prüm sucht kreative Ideen fürs Parkdeck

Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, wie man das Gebiet neben dem Friedhof in Prüm entwickeln kann. Die Stadt hat ein angrenzendes Wohnhaus mit mehreren  Hallen mittlerweile erworben.

Das Parkdeck am Friedhof ist in die Jahre gekommen. Wasser tropft von der Decke, Schimmelpilze machen sich breit. Es rostet still vor sich hin. So kann es nicht bleiben, da waren sich schon vor zwei Jahren alle Fraktionen des Stadtrats einig (der TV berichtete).

Gutachter Christian Lorenz vom gleichnamigen Fachbüro aus Bad Münstereifel bescheinigte dem Bau damals zwar eine solide Konstruktion, doch ansonsten bekam das Parkdeck, das zwischen Friedhof und St.-Salvator-Basilika steht, keine gute Noten.

Auch die Toilette war schon in einem katastrophalen Zustand, und die Tür für Rollstuhlfahrer im Alleingang nicht zu öffnen. Schäden fand der Gutachter auch an der Brüstung. Um das alles in den Griff zu bekommen müsse man mit 720 000 Euro kalkulieren, errechnete Lorenz damals. Um die wichtigsten Arbeiten in Angriff zu nehmen, müsse die Stadt 466 000 Euro ausgeben. Abriss und Neubau würde das Doppelte kosten.

Das ist nun schon zwei Jahre her. Bislang ist noch nichts passiert. Nun hat sich der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung erneut mit dem Thema beschäftigt. Mittlerweile ist die Toilette geschlossen, weil Unbekannte dort enorm randaliert haben. Angst, im oder auf dem Parkdeck zu parken, braucht jedoch niemand zu haben. „Wir sind noch voll im Soll“, sagt Stadtbürgermeister Johannes Reuschen. Das Gebäude sei nicht baufällig - „da können wir noch bedenkenlos jemanden parken lassen“. Dennoch möchte die Stadt den Bereich neu entwickeln. Im Februar diesen Jahres hatte der Stadtrat entschieden, auch das an das Parkdeck angrenzende Wohnhaus mit den dazugehörenden Hallen zu kaufen. Da das Gelände durchaus attraktiv sei, wäre es schade, nur das Parkdeck zu sanieren, sagt Reuschen. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Die Ergebnisse sollen dann später im Rat präsentiert werden.

Im Detail zeigen sich die Schäden am Prümer Parkdeck. Foto: TV/Fritz-Peter Linden

„Die Überlegungen sind ergebnisoffen“, sagt der Bürgermeister, „wenn man selbst in der Stadt wohnt, wird man ja manchmal ein bisschen betriebsblind.“ Auf Anraten der Beigeordneten Christine Kausen (FWG) wurde der Beschluss dahingehend ergänzt, dass die öffentlichen Parkplätze erhalten werden sollen. Insgesamt hat das Parkdeck zwei Ebenen und bietet rund 85 Parkplätze.

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