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Stadt Speicher möchte ihr Gewerbegebiet erweitern

SPEICHER : Platz für neue Unternehmen

Die Stadt Speicher möchte ihr Gewerbegebiet erweitern und hat dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

(uhe) Es gibt Orte mit ausreichend Platz und welche, an denen das nicht der Fall ist. Zur erstgenannten Gruppe zählt zum Beispiel der Ort, an dem der Stadtrat Speicher tagt.

Aufgrund der Abstandsvorgaben findet die erste Sitzung nach den Lockerungen der Corona-Einschränkungen nicht wie gewohnt im Sitzungssaal der VG-Verwaltung, sondern im großen Saal des Pfarrheims Speicher statt. Dort wirkt der Rat recht verloren. Die geforderten zehn Quadratmeter Freiraum pro Person werden problemlos eingehalten. Es wäre durchaus noch Luft nach oben.

Ganz anders ist hingegen die Situation im Gewerbegebiet am östlichen Stadtrand. Dort nämlich ist laut Verwaltung kein Platz mehr. Alle nutzbaren Grundstücke wurden verkauft. Weil es gleichzeitig aber nach Auskunft von Stadtbürgermeister Erhard Hirschberg (CDU) eine rege Nachfrage an Flächen gibt, besteht Handlungsbedarf. Das Gewerbegebiet mit den Abschnitten I und II soll deshalb nun um einen dritten Abschnitt erweitert werden.

Eine solche Erweiterung wurde bereits seinerzeit im Bebauungsplan festgehalten. Aus Sicht der Verwaltung ist das aber aus heutiger Sicht „nicht wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar“. Angeregt wird deshalb eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans.

Und mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie soll dafür zunächst der tatsächliche Bedarf ermittelt werden. „Wir können uns die große Lösung nicht leisten“, sagt Hirschberg, weshalb man sich nun um eine „kleine, abgespeckte Version“ bemühe.

Im Stadtrat trifft das auf allgemeine Zustimmung. So beschließt das Gremium einstimmig die Auftragsvergabe für eine solche Machbarkeitsstudie. Mit Hilfe dieser Untersuchung, die knapp 20000 Euro kostet, sollen unter anderem Vorschläge zur Straßenführung, zum Zuschnitt der Grundstücke sowie zur Reduzierung des ursprünglichen Plangebiets erarbeitet werden. Darüber hinaus sollen auch mögliche Alternativstandorte überprüft werden. Eine solche Alternative wäre beispielsweise der an das Gewerbegebiet angrenzende nördliche Bereich der K39. Die Flächen dort sind allerdings in Privateigentum. Nach Meinung des Rats ist deshalb die Erweiterung des Gewerbegebiets in Richtung Osten der richtige Weg. Das dort dafür vorgesehene Land gehört auch bereits der Stadt.