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Stadt Speicher will Spielplätze aufrüsten

Hoffnung auf Spendengeld : Stadt Speicher will Spielplätze aufrüsten

Die Stadt Speicher würde ihre Spielplätze gerne mit neuen Geräten aufrüsten, benötigt dafür aber Sponsoren.

Wer nicht ortskundig ist, muss schon eine Weile suchen, bis er einen der Speicherer Spielplätze findet Dabei ist die Stadt, was das betrifft, gar nicht schlecht aufgestellt. Zählt man die beiden Anlagen der alten und der neuen Kindertagesstätte hinzu, kommt man in Speicher auf insgesamt neun kommunale Spielplätze. Quantitativ ist die Versorgungslage also recht ordentlich, qualitativ allerdings weniger.

Dieser Auffassung sind zumindest einige Mitglieder der städtischen CDU- und SPD-Fraktion, die im vergangenen Jahr auf den ihrer Meinung nach desolaten Zustand einiger Plätze hingewiesen und in diesem Zusammenhang eine Bestandsaufnahme der Anlagen gefordert hatten.

Das ist zwischenzeitlich geschehen. Und wie Stadtbürgermeister Erhard Hirschberg im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie, Sport und Planung der Stadt Speicher berichtet, gebe es bei keinem der Spielplätze nennenswerte Mängel.

Zwar seien hier und da mal Schrauben etwas locker, Bretter gespalten und Balken etwas faul, so Hirschberg, Insgesamt aber seien die Anlagen in einem recht ordentlichen Zustand.

Zudem gebe es regelmäßige Kontrollen durch die städtischen Mitarbeiter sowie einmal pro Jahr auch eine Begutachtung durch ein externes Fachbüro. „Die Plätze sind also keineswegs in einem desolaten Zustand“, meint der Stadtbürgermeister, „aber sicherlich könnte man noch einige Spielgeräte ergänzen.“

In Speicher gibt es viele Spielplätze, die aber nicht immer einfach zu finden sind, wie beispielsweise der zwischen den Häusern der Lerchenfeldstraße und der Straße In Merlich. Foto: Uwe Hentschel

Letzteres wäre also auch aus Sicht der Verwaltung wünschenswert, liegt allerdings aufgrund der schlechten Haushaltslage nur bedingt in ihrem Ermessen. „Wir haben von der Kommunalaufsicht die Auflage, dass wir jedes Spielgerät, das wir anschaffen wollen, mindestens zu 60 Prozent über Spenden finanzieren müssen“, erklärt Hirschberg. Ohne Sponsoren seien Neuanschaffungen also nicht möglich.

In diesem Zusammenhang verweist ein Ausschussmitglied auf die Situation des Spielplatzes Am Pfeifenhof. Dort sei eine Arbeitsgruppe gegründet worden, die ein Konzept samt Sponsor erarbeitet habe.

Es gebe also durchaus Möglichkeiten, Spielplätze trotz leerer Kassen aufzuwerten, so die Schlussfolgerung. Weshalb sich der Ausschuss darauf verständigt, Wünsche, Vorstellungen und Anregungen für die einzelnen Anlagen zu sammeln, um dann auf dieser Grundlage eine Prioritätenliste zu erstellen.

Während die also die in die Jahre gekommenen Anlagen nach und nach wieder ein wenig aufgepeppt werden soll, laufen im Neubaugebiet Lermesbrück die Planungen für einen weiteren Spielplatz. Dieser soll im Zuge des zweiten Bauabschnitts angelegt werden.

Im Gegensatz zu der Anschaffung von neuen Geräten bei den bereits vorhandenen Anlagen, werden für den neuen Spielplatz keine Sponsoren benötigt. So sind im Haushalt der Stadt dafür bereits 60000 Euro eingeplant, sodass nach der bisherigen Kostenschätzung von rund 46000 Euro sogar noch ein finanzieller Puffer bleibt.

Sowohl der Spielplatz als auch das gesamte Neubaugebiet sind allerdings kreditfinanziert. Und die Kommunalaufsicht hat die Erteilung der beantragten Kreditgenehmigung an eine Bedingung geknüpft:  Die Verkaufspreise für die insgesamt 42 Baugrundstücke müssen am Ende so kalkuliert werden, dass damit das gesamte, mit 2,165 Millionen Euro veranschlagte Erschließungsvorhaben (einschließlich Spielplatz) für die Gemeinde zumindest kostendeckend ist.