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Stadtrat Bitburg berät in nächster Sitzung über die Wasserpreise

Kommunale Wirtschaftsbetriebe : Bitburgs Wasser soll teurer werden

In seiner kommenden Sitzung wird der Bitburger Stadtrat über eine Anhebung der Wassergebühren beraten. Der Werkausschuss hat der Preissteigerung bereits zugestimmt.

Im kreisweiten Vergleich der Wasserpreise schneidet Bitburg recht gut ab. Während für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 175 Kubikmetern pro Jahr in Bitburg inklusive Grundgebühr gut 370 Euro fällig sind, verlangen die Werke der VG Speicher für die gleiche Leistung 396 Euro, die Kommunalen Netze Eifel (KNE) 416 Euro und die Südeifelwerke Irrel sogar 434 Euro. Das zumindest geht aus einer Tabelle zum Vergleich der Wasserpreise in der Region Trier hervor, die dem Bitburger Werkausschuss vorliegt.

In dieser Tabelle zu sehen ist aber auch, wie sich eine von den Stadtwerken Bitburg vorgeschlagene Erhebung der Wassergebühren auf das Ranking auswirken würde. Dann nämlich wäre die Situation eine ganz andere: Statt 370 würden dann knapp 442 Euro auf der Rechnung stehen. Womit Bitburg auf Grundlage der Tabelle nicht nur die höchsten Gebühren im Kreis, sondern in der gesamten Region Trier hätte.

Zur Vollständigkeit des Vergleichs gehört aber ebenso, dass der Wasserpreis in Bitburg zuletzt Anfang 2016 erhöht wurde. Seitdem haben die Stadtwerke mit der Wasserversorgung sowohl jährliche Überschüsse als auch Fehlbeträge erwirtschaftet. Unterm Strich dominiert letzteres.

Wie eine Mitarbeiterin der Stadtwerke in der Sitzung des Werkausschusses erklärt, müsse in den kommenden Jahren wieder ein Gewinn erzielt werden, da ansonsten die ausgabenwirksamen Verluste von der Stadt gedeckt werden müssten.

„Es ist natürlich nicht schön, wenn man die Gebühren erhöht, aber mit Blick auf das Umfeld denke ich, dass wir uns damit noch im Rahmen bewegen“, rechtfertig Bürgermeister Joachim Kandels die empfohlene Anhebung, die sowohl die Grund- als auch die Wassergebühr betrifft. Demnach soll der Preis für einen Kubikmeter Wasser von derzeit 1,60 Euro auf 1,95 Euro angehoben werden.

Die Grundgebühren sollen je nach Größe des eingebauten Wasserzählers von derzeit 90 Euro (normaler Haushalt) bis 720 Euro (Größte Verbraucher der Stadt) pro Jahr auf 100 bis 800 Euro angehoben werden. Damit, so die Stadtwerke, wären die Forderung zur Kostendeckung erfüllt. Und dem stimmt dann auch der Werkausschuss zu.

Zum 1. Januar 2022 werden die Gebühren also entsprechend erhöht – vorausgesetzt, der Stadtrat schließt sich in seiner kommenden Sitzung diesem Beschluss an. „Wir waren in Bitburg, was die Förderung des Wassers betrifft, noch nie die günstigsten, weil wir im Gegensatz zu anderen Werken das Wasser aus der Tiefe hochpumpen müssen“, erklärt Werkleiter Bernd Goeblet.

Dafür sei das Bitburger Wasser „qualitativ hochwertig“ und die Versorgung selbst in niederschlagsarmen Zeiten sicher: „Wir haben die trockenen Sommer der letzten drei Jahre in keiner Weise gespürt“, sagt Goeblet. „Wir haben einen sehr hohen Komfortwert in unserem Netz.“