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Stadtrat Bitburg steht hinter den Plänen für Bit-Galerie und Beda-Platz

Kontroverse Debatte um das Bitburger Großprojekt : Meinungen zur Galerie im Stadtrat

(de) Keine Frage: Die Pläne, wie der Beda-Platz einmal aussehen könnte, gefallen. Und zwar allen Mitgliedern des Bitburger Stadtrats ausnahmslos. Dennoch haben die Fraktionen am Ende nicht alle geschlossen für das Projekt gestimmt.

Der Liste Streit hat sich – bis auf Rainer Bertram, der entgegen seiner Fraktion die Hand für den Grundsatzbeschluss gehoben hat – enthalten, da für die Streiter nicht geklärt ist, wo ersatzweise Parkplätze entstehen, wenn durch die Bit-Galerie und die Umgestaltung des Platzes dort welche wegfallen. Die Grünen wiederum, die gegen die Galerie gestimmt haben, gefällt zwar die Platzgestaltung, aber sie sind gegen die Galerie und fürchten, dass diese später leersteht oder den Einzelhandel in der Fußgängerzone belastet. Ein Blick in die Debatte:

Andreas Gerten (CDU): „Das ist ein Meilenstein für die Attraktivierung unserer Stadt. Dieser Platz bekommt eine völlig neue Qualität. Ein Ort, an dem man sich gerne aufhält. Bitburg kann stolz darauf sein, dass private Investoren zu diesem Engagement bereit sind. Die Bagger sollten noch in diesem Jahr rollen.“

Paul Bies (Grüne): „In vielen Städten wurden Einkaufszentren gebaut. Das war aber nicht zum Vorteil der Städte. Das Konzept der Einkaufszentren hat sich in Kleinstädten nicht bewährt. Wer kann sagen, was nachher noch in der Bit-Galerie ist.“

Jürgen Weiler (CDU): „Wir haben hier die einmalige Chance, ein riesiges Sanierungsgebiet neu zu gestalten. Was ist denn die Alternative und wer soll die bezahlen?“

Manfred Böttel (FBL): „Das ist ein Quantensprung für Bitburg. Dafür können wir den Planern und Investoren nur danken. Was hier entsteht, ist eine Bereicherung für die Stadt für die kommenden Jahrzehnte.“

Irene Weber (SPD): „Unserer Fraktion gefällt die Planung. Bit-Galerie und Beda-Platz sehen schon eher wie Kunst aus. Unsere Unterstützung hat das Projekt.“

Peter Berger (Grüne): „Was die Gestaltung angeht, ist das eine Punktlandung. Aber für uns ist das Verkehrskonzept nicht durchdacht. Das wird zu Verdrängungen und Belastungen an anderen Stellen führen.“

Willi Notte (Liste Streit): „Das ist eine sehr attraktive Planung. Was uns Sorge bereitet ist die Tatsache, dass damit 250 Parkplätze wegfallen und es gibt kein Konzept, wo und wie die ersetzt werden sollen.“

Heinz Reckinger (Liste Streit): „Die 260 Stellplätze in der Tiefgarage werden den Bedarf der Galerie nicht decken.“

Petra Streit (Liste Streit): „Die Leute kommen ein mal in die Galerie, weil sie neugierig sind und dann nie wieder, weil sie keinen Parkplatz finden. Ich bin für die Galerie sehe aber ein Riesenproblem wegen der Parkplätze und auch wegen der Verkehrsführung.“

Petra Solchenbach (FBL): „Wir sollten endlich mal den Startknopf drücken. Davon würde die ganze Innenstadt profitieren. Und das sage ich auch als Einzelhändlerin.“