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Stadtrat Bitburg stimmt für die Bit-Galerie und den neuen Beda-Platz

Kostenpflichtiger Inhalt: Stadtrat Bitburg fasst Grundsatzbeschluss für Bit-Galerie : Die Mehrheit will den neuen Beda-Platz

Sie sollten die Weichen stellen. Für die Bit-Galerie und für die Umgestaltung des Beda-Platzes. Das hat der Bitburger Stadtrat mit 18 gegen vier Stimmen bei vier Enthaltungen getan – nicht ohne Diskussion.

Von Dagmar Dettmer

Bitburg Es war ein hartes Ringen. Alle Grundstücke zu erwerben, die Pläne für das Gebäude wieder und wieder zu überarbeiten, mit potenziellen Mietern zu verhandeln und immer weiter am Konzept zu feilen, bis es für Bitburg passt. Das, was am Donnerstagabend in der Sitzung des Stadtrats als Ergebnis des Planens und Umplanens präsentiert wurde, kann sich sehen lassen. Darin zumindest, sind sich alle Fraktionen des Rats einig.

Der Beda-Platz könnte sich nach den Plänen der Landschaftsarchitekten des Hamburger Büros WES zu einem großzügigen städtischen Platz entwickeln, an dem sich die Menschen gerne aufhalten, sich ausruhen, sich treffen und der das komplette Areal mit seinem heutigen Hinterhof-Charakter zur neuen 1A-Lage macht.

Dass die Kreissparkasse Bitburg-Prüm bereit ist, vier Millionen Euro in die Neugestaltung des Platzes zu investieren, hängt untrennbar mit dem Bau der Bit-Galerie zusammen, zu deren regionaler Investorengruppe ebenfalls die Sparkasse zählt. Und an den Plänen für die Galerie wiederum wurde ebenfalls – auch auf Wunsch von Rat und Anliegern – über die Jahre mehrfach gefeilt. Die Pläne von Architekt Michael Feisthauer sind durchdacht – und auch die kommen an.

Eine Markthalle mit regionalen Produkten soll es zum Beda-Platz hin in der Galerie geben, die wiederum als Passage Fußgängerzone mit dem neuen Beda-Platz verbindet. Innen ist die Galerie großzügig gestaltet. Inseln, wo Kunden und Passanten Sitzplätze finden sind Teil der Passage, die längst nicht mehr als klassisches Einkaufszentrum geplant wird, in dem eine Filiale an der nächsten klebt.

„Das wird ein Erlebniszentrum. Denn nur, wenn Einkaufen zum Erlebnis wird, kann sich stationärer Einzelhandel gegenüber dem Internet behaupten“, sagt Christian Schenk von der Bit-Galerie GmbH & Co KG. Deshalb habe man das Konzept so überarbeitet, dass mit Kino, Markthalle und Gastronomie den Besuchern was geboten werde – „samt riesigem Stadtbalkon mit Blick in die Eifel“, wie Schenk die Gastronomie im Obergeschoss beschreibt.

Die Erkenntnis, die dahinter steht: „Reine Handelsflächen ziehen nicht mehr. Dann wandern die Kunden ins Internet ab“, sagt Schenk. Genau das, will die Investorengruppe der Bit-Galerie, die nach eigenen Angaben rund 55 Millionen Euro in das Projekt investiert, vermeiden. Und so, wie man überzeugt ist dass die ganze Innenstadt von der Galerie profitiert, sagt Schenk auch anders herum betrachtet: „Die Galerie funktioniert nur mit einer guten Fußgängerzone. Wir sind keine Konkurrenten, sondern beide Bereiche profitieren von einander.“

Dennoch fiel der Beschluss – der Rat hatte die bisherigen Pläne zu billigen und damit das Signal für eine weitere Detailplanung zu geben – nicht so einstimmig wie es sich Stefan Kutscheid von Bit-Galerie GmbH & Co KG gewünscht hätte. „Wir würden nach mehr als einem Jahrzehnt des Planens heute hier gerne einen großen unterstützenden Beschluss sehen“, warb der Projektentwickler noch kurz vor der Entscheidung.

Der Bürgermeister sowie 17 Ratsmitglieder der CDU, FBL, SPD, FDP sowie ein Vertreter der Liste Streit stehen voll und ganz hinter dem Projekt. Die vier Grünen haben wegen einer grundsätzlichen Skepsis an Einkaufszentren und der Verkehrsführung dagegen gestimmt. Vier Mitglieder der Liste Streit haben sich enthalten, weil für sie die Frage der Parkplätze nicht geklärt ist.