Bitburg: Standortdiskussion bei Bitburgs Grundschulen

Bitburg : Standortdiskussion bei Bitburgs Grundschulen

Die Sanierung des Flachdachs läuft. Doch das wird nicht die letzte Arbeit sein, die an der Nordschule anfällt.

(de) Die Stadt Bitburg braucht ein Konzept, was mit den beiden Grundschulen passieren soll. Die Südschule platzt aus allen Nähten, in der Nordschule hat es zuletzt durchs Dach getropft. Und auch darüber hinaus gibt es in beiden Gebäuden Sanierungsbedarf.

Das Problem ist erkannt. Der Stadtrat hat gefordert, dass geprüft wird, wie groß der Sanierungsbedarf konkret ist. Man möchte einen Überblick, wie viel die Stadt in den kommenden Jahren in die Gebäude investieren muss. Die Untersuchung läuft. Mitte Oktober werden sich laut Auskunft von Bürgermeister Joachim Kandels die Mitglieder des Schulträgerausschusses vor Ort treffen und sich persönlich ein Bild von der Lage machen.

Die Frage, ob sich der Erhalt der Standorte langfristig rechnet, treibt den Stadtrat schon länger um. Angestoßen hat die Diskussion vor mehr als einem Jahr Michael Ludwig (CDU). Als es darum ging, eine mehr als zwei Millionen Euro teure Erweiterung der Südschule zu beschließen, warf Ludwig die Frage auf, ob es nicht sinnvoller sei, das Geld in eine Sanierung der Schulen zu investieren, die es auf dem Housinggelände gibt, wo früher oder später ja auch ein neues Wohngebiet entstehen soll.

Damals wurde der Anstoß nicht weiter diskutiert. Inzwischen sieht das anders aus. Die Frage, ob die Grundschulstandorte ein für alle Mal gesetzt sind, beschäftigt alle Fraktionen. Denn immer wieder fallen hier und dort Arbeiten an. Jüngst hat der Rat beschlossen, das Flachdach an der Nordschule zu sanieren. Die Arbeiten laufen inzwischen. Kosten: 85 000 Euro. Und das wird sicher nicht die letzte Investition sein, die in der Nordschule nötig ist. Ähnlich sieht es an der Südschule aus.

Vor einem Jahr hat der Stadtrat die mehr als zwei Millionen Euro teure Erweiterung der Südschule beschlossen. Unter anderem sollen eine Mensa sowie zusätzliche Klassenräume gebaut werden (der TV berichtete). Auch eine neue Turnhalle ist dank einer 90-Prozent-Förderung vom Land geplant. Doch bis das alles gebaut ist – die Arbeiten haben noch nicht begonnen – kommt man in der Südschule nicht mehr klar. Es ist hinten und vorne zu wenige Platz.

Deshalb muss eine Zwischenlösung her. Container sollen aufgestellt werden. Kosten: rund 6000 Euro pro Monat. Die eigentliche Erweiterung wird frühestens in zweieinhalb Jahren abgeschlossen sein – noch haben die Bauarbeiten nicht begonnen. Da wird sich allein die Containermiete schnell auf eine Summe von 360 000 Euro läppern – wenn es am Ende nicht sogar noch mehr wird. Darüber hinaus ist klar, dass jenseits der Investition für die Erweiterung und den Neubau der Turnhalle auch im Altgebäude das ein oder andere an Sanierungsarbeiten anfällt.

Bürgermeister Kandels sagt zur Standortfrage: „An der Südschule halte ich fest, dabei bleibe ich.“ Schließlich würde das Land den Neubau der Turnhalle zu 90 Prozent fördern. Und was die bereits beschlossene Erweiterung angeht, solle in Kürze ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Und die Nordschule? Für „die Zukunftsfähigkeit des Standorts Nord“, so Kandels, könne erst nach der Begehung und dem Vorliegen der Übersicht über den Sanierungsstau eine Aussage getroffen werden.

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