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Startpunkt für den Karolingerweg

Startpunkt für den Karolingerweg

Mit einem neuen Karolingerweg sollen die Anfänge und Höhepunkte der Prümer Geschichte im Stadtbild für interessierte Bürger und Touristen erfahrbar werden. Am Pfarrheim wurde nun die erste Station mit der Klostergründerin Bertrada enthüllt.

Prüm. "Wir haben hier eine große Geschichte, das ist ein ganz großes Glück", sagt Monika Rolef vom Bund Frauenschuh. "Da müssen wir etwas draus machen." Denn die Anfänge der Prümer Abtei sind eng mit der fränkischen Königs- und später Kaiserfamilie der Karolinger verbunden. Doch die Hinweise auf diese bedeutende Geschichte waren bislang kaum in der Stadt zu finden. Statuen von Karl dem Großen und seinem Vater Pippin lagerten gar beim städtischen Bauhof. Doch das wird sich nun auf die Initiative von Monika Rolef hin ändern. Ein Karolingerweg soll Besucher und interessierte Bürger über das Wirken der Karolinger und ihre Bedeutung für die Abtei informieren.
Karl und Pippin folgen


Entstanden ist diese Idee beim Prümer Urbarfest, bei dem Rolef zum ersten Mal - "mit einem Topf auf dem Kopf" - in ein Bertrada-Kostüm geschlüpft ist.
Die erste Statue mit der Klostergründerin Bertrada ist nun am Pfarrheim enthüllt worden. Geschaffen wurde sie vom Künstler Valentin Dietzen, der in Prüm bereits die Figur am Duppborn und den Jakobus-Pilger auf dem Hahnplatz geschaffen hat.
Die heilige Bertrada steht nun neben dem bereits vorhandenen Bertrada-Stuhl mit Blick auf das Frankenkreuz auf dem Friedhof. Dieses Kreuz markiert die erste Klostergründung im Jahr 721. Dort siedelten sich irische Mönche aus dem Kloster Echternach an. Ein wichtiger Schritt bei der Christianisierung Europas.
Unterhalb der Basilika am neuen Radweg werden zwei weitere Statuen mit Karl dem Großen und seinem Vater Pippin aufgestellt. Noch nicht fertig - aber in Vorbereitung - sind Informationstafeln, auf denen die Gäste die Ereignisse um die Entstehung des Klosters und die Karolinger in Prüm nachlesen können. ch