Startschuss zum Spielen

Birgel. (sik) Der naturnahe Spielplatz wurde feierlich eingeweiht, doch im Vorfeld waren viele freiwillige Helfer nötig, um den 15 000 Euro teuren Spielplatz zu realisieren.

Die Idee für einen neuen Spielplatz kam der Birgeler Jugendgruppe "Die Schlossgespenster" im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft". Sie fanden den alten Spielplatz "langweilig und trostlos". Die neun Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren schmiedeten einen Plan inklusive Kostenaufstellung und präsentierten ihn Bürgermeister Günther Klinkhammer. "Im ersten Moment war ich schon etwas perplex, aber ich fand es toll, dass sie gleich Verbesserungsvorschläge hatten", erinnert sich Günther Klinkhammer. Ein Jahr nach der Planung begannen dann im März 2006 die eigentlichen Arbeiten. "Wir hätten niemals damit gerechnet, dass die Idee direkt in die Tat umgesetzt wird", erzählen die beiden Betreuerinnen der Jugendgruppe Petra Peters und Hildegard Crump. Die jugendlichen Helfer arbeiteten bei Wind und Wetter über 800 Stunden und wurden mit 570 Stunden von den Erwachsenen unterstützt. Das Holz für alle Spielgeräte kam aus dem Birgeler Wald. Oft war es zu nass, um mit schwerem Gerät arbeiten zu können, und so mussten die Helfer mit Schubkarren ran. "Die Bereitschaft im Dorf war einmalig", berichtet Petra Peters. Allein die Materialkosten des naturnahen Spielplatzes liegen bei 15 000 Euro. Doch durch Sammelaktionen und einen Weihnachtsbasar wurden ein Großteil der Kosten abgedeckt. Der Erlebnis-Spielplatz ist allerdings nicht nur etwas für Kinder, denn bereits jetzt treffen sich Junggebliebene Sonntagnachmittag zum Boccia-spielen. "Wir sind froh, so bewiesen zu haben, dass Jugendliche weit mehr leisten können, als nur vor den Medien zu sitzen", berichten die Betreuerinnen stolz. Und auch der Bürgermeister Günther Klinkhammer ist begeistert: "Das Projekt hat den Zusammenhalt im Dorf gestärkt und macht es auch im Hinblick auf unser Baugebiet für junge Familien attraktiver."