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Statt Krankenhaus: Neuerburg bekommt Gesundheitszentrum

Statt Krankenhaus: Neuerburg bekommt Gesundheitszentrum

Das Konzept für die zukünftige medizinische Versorgung im Raum Neuerburg steht. Das teilte der Träger Marienhaus Kliniken am gestrigen Mittwoch mit. Die Steuerungsgruppe, die vom Eifelkreis initiiert wurde und unter der Leitung des Kölner Instituts FOGS tagt, hat sich darauf geeinigt, ein sogenanntes Gesundheitszentrum Neuerburg in der bisherigen St.-Josef-Klinik zu errichten.

Das bedeutet im Klartext das Aus für Neuerburg als Standort eines Krankenhauses mit stationärer Abteilung. Die Weaning-Station (dort werden schwer kranke Patienten wieder daran gewöhnt, selbstständig zu atmen) wird nicht, wie ursprünglich geplant, nach Bitburg verlegt. Auch sie wird aus finanziellen Gründen geschlossen. Dafür bleibt die Pflegeeinrichtung mit schwerst pflegebedürftigen Patienten der so genannten Phase F in Neuerburg.

Auch die chirurgische Facharztpraxis bleibe unter Leitung von Dr. Ingvo Müller erhalten. Außerdem sollen zwei allgemeinärztliche Praxen angesiedelt werden. Voraussichtlich wird es sechs Übernachtungsbetten für Patienten im Haus geben, die von allen Ärzten der Einrichtung genutzt werden können.

Dazu soll es ein ergo- und ein physiotherapeutisches Angebot, ein Sanitätshaus und einen orthopädischen Schuhmacher geben.