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Stau auf der Transitstrecke

Stau auf der Transitstrecke

STADTKYLL/REUTH. Rillen raus, Decke neu: Der Gerolsteiner Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) lässt erneut die B 51 ausbessern, diesmal zwischen Stadtkyll und Neureuth.

Die Bauarbeiten - zu Gesamtkosten von rund 700 000 Euro - sollen in drei Etappen ablaufen. Anfang Oktober hat der LSV Gerolstein die Aufträge vergeben, an eine Arbeitsgemeinschaft aus drei Eifeler Baufirmen: Kohl in Bitburg, Reichle in Gerolstein und Scheiff in Euskirchen. Am Mittwoch und Donnerstag wurden zunächst zwischen den B 51-Abzweigungen nach Stadtkyll und nach Schönfeld etwa 1,5 Zentimeter der Deckschicht abgetragen. Den Zweck der Arbeiten erklärt Josef Arens vom Landesbetrieb: "Dort wurden die Spurrillen rausgefräst und eine Struktur in den Belag reingebracht, um die Griffigkeit der Straße zu verbessern." Eine Ampel regelte den Verkehr, was auf der viel befahrenen Strecke zeitweise zu kilometerlangen Staus führte.Ein Unfall gab den Ausschlag

Höchste Zeit, etwas zu tun: Gerade auf Höhe von Stadtkyll, wo die Bundesstraße sich von vier auf zwei Spuren verringert, haben tausende von Schwerlastern regelrechte Wannen in die Straße gedrückt - eine Gefahr für unachtsame Autofahrer, vor allem bei nasser Fahrbahn. Ein Verkehrsunfall vor einigen Monaten habe dann letztlich den Ausschlag gegeben, die Deckschicht zu bearbeiten, sagt Arens. Die Schädigungen durch den Schwerlastverkehr werden bekanntlich immer größer: "Die 51 ist eine wichtige Transitstrecke für LKWs", sagt Arens und verweist unter anderem auf die südländischen "Apfelsinenbomber". In der Nähe von Olzheim hat die Gerolsteiner Behörde vor nicht allzu langer Zeit rund 15 000 Fahrzeuge am Tag gezählt (der TV berichtete). "Jeder vierte auf der Strecke ist ein Lastwagen", sagt Arens. "Und die hauen uns da die Schäden rein." Nicht nur die steigende Zahl der Schwertransporter bereitet Probleme, sondern auch die technische Entwicklung dieser Fahrzeuge. Denn deren mittlerweile größere hintere Achslast (früher acht bis neun, heute rund elf Tonnen) werde zudem nicht mehr über Zwillingsreifen auf die Straße gebracht. Arens erklärt: "Heute haben die an der Hinterachse nur noch einen Reifen, die Last wird also an ganz wenigen Punkten auf die Straße übertragen." Bei jüngeren Baumaßnahmen entlang der Bundesstraße habe man auf diese Entwicklung bereits reagiert, die Fahrbahn-Schichten verstärkt und eine neue Rezeptur bei ihrer Mischung verwendet. Jetzt sind weitere Passagen an der Reihe: Der nächste Abschnitt ist das Stück zwischen der B 51-Abfahrt nach Schönfeld und dem Rasthof in Neureuth. Dort wird dann die komplette Oberschicht entfernt und neu aufgebracht. Josef Arens: "Der Unterbau ist dort noch gut, es wird also nur die bisherige Decke abgefräst und eine neue Decke mit Binder aufgetragen."Letzte Phase im neuen Jahr

Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Mitte November. Allerdings dürften sich die Verkehrsbehinderungen dabei in erträglichen Grenzen halten: "Wir werden das in drei Streifen machen, dann kann der Verkehr ohne Ampel durchlaufen." Dieser Ausbau sei eine Sache von einer Woche, schätzt Arens, "dann müsste das erledigt sein." In einer dritten Etappe soll anschließend zwischen Neureuth und der Abfahrt nach Reuth die komplette Straße auf etwa 800 Metern neu aufgebaut werden. Allerdings nicht mehr vor dem Jahreswechsel: "Wir stehen kurz vor dem Winter. Diesen Ausbau werden wir deshalb wohl erst nächstes Jahr beginnen", sagt Josef Arens. "Sonst holen wir alles raus und kriegen einen Wintereinbruch - und dann stehen wir da."