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Steinreiche Eifel: Vorkommen in der Region und was man daraus macht

Steinreiche Eifel: Vorkommen in der Region und was man daraus macht

Was alles in der Region gefunden und abgebaut wird - zum Teil bereits seit Kelten- und Römerzeit. Der TV befragte dazu zwei Fachmänner: Andreas Wisniewski, Diplom-Geograph und Chef der Tourist-Information Oberes Kylltal, und Peter Bitschene, promovierter Geologe bei der Tourist-Information Gerolsteiner Land.

Schiefer: verfestigte Ablagerungen (Sedimente) - aus Ton entstanden zur Zeit des devo

nischen Ur-Meeres (vor mehr als 380 Millionen Jahren), durch Druck und Temperatur. Vornehmlich in der Osteifel um Mayen und Laubach in Stollen und Gruben abgebaut. Verwendet als Dacheindeckung, Fassadenverkleidung, für Fliesen und Fensterbänke.

Sandstein: ein verfestigtes, sandiges Sedimentgestein aus dem Erdmittelalter (220 Millionen Jahre), abgelagert in trockenem ("aridem") Wüstenklima. Zu finden im Gebiet der unteren Kyll (Kordel bis Kyllburg) und in der Gegend um Wittlich. Verwendet für Mauersteine, Einfassungen, Tröge, Fenster- und Türengewände. Leichter zu bearbeiten als Vulkangestein, weil nicht so hart.

Kalk: entstanden aus Schalen- und Skelettresten urzeitlicher Lebewesen im Devon-Meer. Unter anderem bei der Zementherstellung und als Baustein verwendet - wie bei der Hillesheimer Stadtmauer. Das Gebiet der Eifelkalkmulden erstreckt sich von Schönecken bis Bad Münstereifel.

Dolomit: Ein "umgewandelter" Kalkstein aus dem austrocknenden Devonmeer. Verwendet für Bodenbeläge, Mauern, als Split in Beton oder Asphalt, Zusatz bei Stahl- oder Glasherstellung.

Kies, Sand und Ton: Entstanden im Quartär (vor zwei Millionen Jahren bis heute). Ablagerungen des Urstromtals, das sich von Lothringen bis in den Raum Köln erstreckte und dabei Kies und Sand hinterließ. Abbau zum Beispiel in Schmidtheim/Nordeifel, in der Südeifel in Binsfeld, Niersbach, Arenrath und Speicher. Tonlinsen - in den Kies- und Sandsedimenten eingelagert - waren früher die Grundlage der Südeifeler Ton- und Töpferindustrie.

Basalt: erkaltetes Magma, kommt als Asche, Lapilli, und Bomben (Lockermaterial) vor; als fester, erstarrter Stein oft in Form von sechseckigen Säulen. Für Gebäude oder Straßen-Unterbauten verwendet. Eine weitere Form von erkalteter Lava ist der rote Rhyolith, der in der Moseleifel bei Rivenich vorkommt. (fpl)