Steinzeitliche Denkweise

Zum Leserbrief "Aus der Luft gegriffen" (TV vom 20. Oktober):

Es ist erstaunlich, mit welchen Scheinargumenten Herr Wollwert Stimmung macht, damit eine wertvolle Verkehrsinfrastruktur zerstört wird. In Musterländern wie Baden-Württemberg oder Bayern denkt niemand im Entferntesten daran, im 21. Jahrhundert eine Schienenstrecke anders zu überplanen. Zuerst wurde die Aussage von Herrn Monheim als Schwachsinn bezeichnet, obwohl er nur ausdrückte, was jeder vernünftige Mensch ohnehin schon weiß. Jetzt zieht man utopische Zahlen herbei und stellt es dar, als wolle der Bahnbetreiber sich die Millionen alleine einstecken. Die Bahn ist Volkseigentum. Es dürfte alleine wegen der Größe schwer fallen, sich heimlich damit abzusetzen. Klar möchte die VEB, namentlich Herr Petry, Geld verdienen. Aber seine Leute sind sozialversichert, er bezahlt in der Eifel Steuern und beauftragt regelmäßig hiesige Betriebe. Anderen Investoren auf der grünen Wiese öffnet man Tür und Tor, egal, wie viel Geld sie in der Region lassen. Es scheint offenbar entgangen zu sein, dass der Benzinpreis nicht mehr bei einer D-Mark liegt und ein Ende der Preisspirale nicht zu erwarten ist. Klimaschutz, Verkehrsinfarkt, Bevölkerungsentwicklung und so weiter scheinen Fremdwörter zu sein. Ich selber habe einige Ratsmitglieder, die ich für kompetent halte, persönlich angesprochen. Hoffentlich können diese sich durchsetzen, damit der Erfolgszug endlich auf die Schiene kommt. Martin Pinn, Gerolstein-Roth BAHNTRASSE