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Sternstunde im Biesdorfer Forum

Sternstunde im Biesdorfer Forum

Im Rahmen des Biesdorfer Forums hat Hellmut Stern mit einem Vortrag beeindruckt. Der jüdische Musiker, der als Kind vor den Nazis fliehen musste, erzählte aus seinem bewegten Leben.

Biesdorf. (red) "Weil kein Land uns hereinließ, kam es einem Wunder gleich, dass wir nach China flüchten konnten", sagt der 1928 in Berlin geborene Hellmut Stern. Im Rahmen des Biesdorfer Forums erzählte er aus seinem Leben. Nach der Flucht vor den Nazis im November 1938 fand Sterns Familie in der Stadt Harbin in der Mandschurei Unterschlupf. Als die Russen in Harbin einmarschierten, begann für die Familie mit der Flucht in die Mongolei die schlimmste Zeit. Mit musikalischen Gelegenheitsjobs hielt sie sich über Wasser. Seine musikalische Ausbildung war Stern eine Hilfe, der mit 14 Jahren sein erstes Konzert spielte. Über Israel kehrte Stern 1961 nach Berlin zurück und gehörte 34 Jahre den Berliner Philharmonikern an.

Ein begeistertes Publikum lauschte zwei Stunden den Ausführungen des 82-Jährigen und dankte es ihm mit einem langen Applaus.