STICHWORT

Base-Jumping Base-Jumper springen nicht aus dem Flugzeug, wie beim gewöhnlichen Fallschirmspringen, sondern von so genannten "fixed Objects". Die Abkürzung B.A.S.E. steht für Building (Gebäude), Antenna (Antennenmasten), Span (Brücken) und Earth (Felsen, Klippen). Die Hauptgefahr ergibt sich aus der niedrigen Absprunghöhe - oft sind es weniger als 100 Meter. Meist bleiben nur zwei bis drei Sekunden, um die Reißleine zu ziehen. Manche Springer öffnen ihre Spezialfallschirme sogar ganz bewusst erst wenige Meter vor einem möglichen Aufprall. Jeder Fehler beim Öffnen des Fallschirms kann ernsthafte Folgen haben. Problematisch wird es, wenn sich die Fangleinen verheddern oder den Schirm an der Entfaltung hindern. Dann reicht die Zeit, um zu reagieren, meist nicht mehr aus. Einen Reserveschirm tragen die Springer ohnehin nicht. Der Nervenkitzel, den die Springer suchen, entsteht aber nicht nur in der Luft. Base-Jumper riskieren, von der Polizei empfangen zu werden, wenn sie von Objekten springen, die dafür nicht zugelassen sind. Für Sprünge von Gebäuden ist es in vielen Ländern schwer möglich, eine Erlaubnis zu erhalten. Die Zutrittsmöglichkeiten und Fluchtwege zu koordinieren, wird zur entscheidenden Voraussetzung für den Sprung. Zur Popularität dieses mitunter tödlichen Extremsports hat auch der Kinofilm "xXx - Triple x" beigetragen. Darin stiehlt die Hauptfigur Xander Cage (Vin Diesel) einen Nobel-Sportwagen und lässt sich bei der Flucht filmen. Er rast auf eine hohe Brücke und über das Geländer in die Tiefe. Im freien Fall zieht er plötzlich die Reißleine seines Gleitschirms und schwebt unversehrt zu Boden, wo ein Fluchtwagen bereitsteht. Später lässt sich Cage bei einer Party, wo das Video der Aktion gezeigt wird, als Held feiern. (cus)