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Stolzer Blick auf das sanierte Gotteshaus

Stolzer Blick auf das sanierte Gotteshaus

Die Prümer Basilika glänzt seit dem vergangenen Herbst wie neu. Einen großen Anteil daran hat der Förderkreis der Basilikafreunde, die die insgesamt 1,5 Millionen Euro teure Sanierung finanziell unterstützt haben. In den nächsten Jahren muss nun ein Kredit in Höhe von 250 000 Euro abbezahlt werden.

Prüm. "Es ist sehr schön zu sehen, dass es hier so viele engagierte Leute gibt, die schon so viel geleistet haben", sagt Christian Müller. Seit wenigen Tagen ist der 39-Jährige nun der neue Pastor in Prüm und damit auch im Vorstand der Basilikafreunde. In der Tat können sich die Zahlen, die der Vorsitzende Klaus Peters bei der Jahreshauptversammlung vorstellt, sehen lassen: In den vergangenen 20 Jahren haben die Bürger rund 1,1 Millionen Euro an Spenden für die St.-Salvator-Basilika zusammengetragen - mehr als 50 000 Euro pro Jahr. "Das ist wirklich ein Ergebnis, auf das wir sehr stolz sein können", sagt Peters. Frischer Anstrich zum Abschluss

Erst dieser große Einsatz ermöglicht umfassende Sanierungsarbeiten, wie sie erst im vergangenen Jahr abgeschlossen wurden. Für 1,5 Millionen Euro wurde das komplette Dach repariert und mit neuem Schiefer eingedeckt. Dazu wurden zusätzliche Gauben eingebaut und das kleine ehemalige Glockentürmchen erneuert. An der Außenfassade und den Stützpfeilern haben die Handwerker beschädigte Steine ausgebessert (der TV berichtete). Zum Abschluss gab es einen frischen Anstrich, so dass die Basilika nun in frischem Weiß und Rot erstrahlt. "Ich finde, es sieht jetzt toll aus, die Arbeit hat sich wirklich gelohnt", sagt Architekt Peter Berdi. "Das neue Dach müsste jetzt viele Jahrzehnte halten." Besonders erfreulich sei, dass man die kalkulierten Kosten nahezu punktgenau eingehalten habe. Rekordjahr 2010

"Damit sind die Baumaßnahmen außen jetzt soweit fertig", sagt Peters. Die Finanzierung sei von Beginn an gesichert gewesen. Die Basilikafreunde haben dafür einen Kredit in Höhe von 250 000 Euro aufgenommen, den das Bistum ihnen genehmigt habe. Das sei ein großer Vertrauensbeweis, sagt Peters. "Wir Prümer haben bislang auch immer Wort gehalten." In den nächsten fünf Jahren soll der Kredit nun abbezahlt werden, das sei das klare Ziel. "Ich denke, das ist auch realistisch", sagt Peters, "denn wir haben in den vergangenen Jahren immer rund 50 000 Euro an Spenden zusammenbekommen." Das sei aber nur möglich dank der großen Unterstützung, die die Basilikafreunde von den vielen Spendern, Sponsoren und sonstigen Unterstützern erhalte. Besonders erfreulich sei das Jahr 2010 gewesen, berichtet Kassierer Rudolf Müller. Mit Einnahmen in Höhe von 75 000 Euro habe man einen neuen Rekord erreicht. Aber auch 2011 sei mit Einnahmen von rund 54 000 Euro noch über dem langjährigen Schnitt. Wenn der Kredit abbezahlt ist, soll die Innensanierung der Basilika fortgesetzt werden. "Wir werden nicht müde werden, an diesem Werk weiterzuarbeiten", sagt Peters. Nur noch in beobachtender Rolle wird Pastor Robert Lürtzener daran teilhaben, nachdem er sich selbst 40 Jahre lang täglich mit der Basilika beschäftigt hat. Vom Vorstand wurde er zum Ehrenmitglied der Basilikafreunde ernannt. Meinung

Eine starke GemeinschaftDie Prümer Basilika ist seit mehr als 20 Jahren in guten Händen: Mit einer beeindruckenden Ausdauer engagieren sich die Basilikafreunde für ihre Kirche und sammeln unermüdlich Spenden für die Sanierung des Gebäudes - ohne Aussicht, irgendwann wirklich fertig zu werden. Denn irgendwas ist immer noch zu tun. Wenn man am einen Ende fertig ist, tun sich am anderen neue Baustellen auf. Aber mit der jüngsten Sanierung ist ein großer Schritt getan, auf den alle Prümer, die sich dafür engagiert haben, und alle Spender mit Recht stolz sein können. So ist die Basilika ein herausragendes Symbol für eine starke Gemeinschaft. c.brunker@volksfreund.de